Bodenbearbeitung fĂĽr den GemĂĽseanbau – Ohne FleiĂź kein Preis

Der Boden ist die Basis jeden gärtnerischen Erfolgs. Mit ihr legt der Gärtner den Grundstein für die künftigen Erträge. Dabei kann die Aufbereitung eines Bodens zu einer perfekten Erde Jahre dauern und viel Kraft und Zeit kosten. Die Bodenbearbeitung ist jedoch enorm wichtig, denn nur auf einem gut bearbeitetem Boden erzielt man auch gute Erträge.

Bodenbearbeitung – Schweiß & Muskelkraft für üppige Erträge

Einige kennen noch die Bilder der Bauern wie sie  bis in die 1940er Jahre üblich waren. Sie zogen mit Ochsen- und Pferdegespannen den einschaligen Pflug durch den Ackerboden. So wurde die Krumme des Bodens aufgebrochen. Aus unserer Sicht ist dieses Bild ein wunderbares Sinnbild dafür, was wichtig ist. Geht es um die perfekte Erde für Obst und Gemüse, zählt vor allem eines. Fleiß.

Bodenbearbeitung – Verwandelt schnöde Erde in fruchtbaren Boden

Bodenbearbeitung
Umgraben mit der robusten Spatengabel lockert den Boden tiefgrĂĽndig auf

Bodenbearbeitung – Aus gewöhnlichem Boden eine wunderbare Gartenerde machen

Wer sich länger mit einem Selbstversorger Garten beschäftigt, weiß, dass Böden sehr verschieden sind. In einigen Regionen gibt es eine dicke Schicht Mutterboden. Meist ist der Boden jedoch weniger gut. Häufig sind es sandige, nährstoffarme und durchlässige Böden. Aber auch schwere, nasse, sehr lehmige Böden sind weit verbreitet. Fast jede Erde bedarf einer gründlichen Bodenbearbeitung. Egal was für eine Beschaffenheit der Erde man vorfindet, der Weg daraus einen guten Boden zu machen ist immer gleich. Wichtig ist die Böden humoser zu machen. Das heißt es muss mehr organisches Material eingebracht werden. So, dass sich das Verhältnis von organischem zu mineralischem Material im Boden hin zu mehr organischem verschiebt. Das löst so gut wie alle Probleme, die es mit Erden gibt. Der Schlüssel bei der Bodenbearbeitung ist Kompost. Kompost ist das Beste was man seinem Boden bieten kann. Idealerweise jedes Frühjahr.

Bodenbearbeitung – Im Frühling den Grundstein für das Gartenjahr legen

Ob man ein Beet neu anlegt oder ein Gemüsebeet für die kommende Saison vorbereitet, im Grunde geht es um dasselbe. Bewuchs muss man entfernen. Bei der Bodenbearbeitung muss man tief umgegraben und den Boden auflockern, ihn also tiefgründig machen. Zudem muss man verbrauchte Nährstoffe ersetzen und auch die Lockerheit und Wasserhaltekapazität sollte man jedes Jahr verbessern. Dazu arbeitet man Kompost, Rinderdung und in den Boden ein. Auch von einer Kalkung mit Gartenkalk profitiert des Beet. Legt man ein Gemüsebeet neu an, benötigt er Boden vor der ersten Pflanzung eine Ruhephase. Diese Ruhe ist bei der Bearbeitung eines bereits angelegten Beetes, welches man lediglich aufarbeitet, nicht nötig.

Unkraut jäten
Unkrautentfernung ist bei der biologischen Bodenbearbeitung reine FleiĂź- & Handarbeit

Bodenbearbeitung: Schritt 1 – Unkraut entfernen

Als erstes entfernt man unerwünschten Bewuchs, der leider auch über Winter anwächst. Um die  Unkräuter zu entfernen, hackt man die Oberfläche leicht durch und zupft die gelockerten Unkräuter säuberlich hinaus. Man gibt sie nur dann auf den Kompost, wenn er im Sommer so viel Hitze freisetzt, das er Samen vom Unkraut abgetötet. Im zweiten Schritt der Bodenbearbeitung wird der oberflächlich vom Unkraut befreite Boden umgegraben. Davon profitiert das Gemüsebeet im Selbstversorger Garten in jedem Frühjahr, vor jeder Gartensaison!

Bodenbearbeitung
Umgraben ist das wichtigste bei der Bodenbearbeitung

Bodenbearbeitung: Schritt 2 – Umgraben, der Pflug des kleinen Mannes

Was dem Bauern der Pflug, ist dem Gärtner der Spaten. Tiefes Umgraben lockert den Boden auf, verbessert die Struktur und vermengt verbrauchte Schichten mit frischer Erde. Am besten gräbt man spatentief, also gut 30cm tief durch. Dabei schlägt man klebrige, lehmige Brocken mit der Forke in kleine, feine Bröckchen. Wichtig ist den Boden stark zu lockern. Lehmige Böden gräbt man gut mit der robusten Spatengabel um. Für sandige Böden eignet sich eher der Spaten. Nach dem Umgraben zerkleinert man den groben Klumpen mit der Harke. Eine erleichtert die Arbeit ganz erheblich!

Bodenbearbeitung
Gereifter Kompost bringt bei der Bodenbearbeitung Struktur und Nährstoffe in die Gartenerde

Bodenbearbeitung: Schritt 3 – Die Harke, ist die Egge des Gärtners

Wo der Bauer eggt, greift der Gärtner zur Harke. Ziel ist es die umgepflügten bzw. umgegrabenen Schollen in feine Krumen zu brechen. Für diesen Schritt sollte sich der Gärtner die nötige Zeit nehmen. Je feiner man den Boden eggt, bzw. harkt, desto lockerer und durchlässiger wird er. Das macht sich später bezahlt, denn gut geeggter Boden wird von den Pflanzen besser durchwurzelt. Die Pflanzen nehmen mehr Wasser und Nährstoffe auf und liefern daher mehr Ertrag.

Bodenbearbeitung: Schritt 4 – Bodenverbesserung durch Kompost, ist das A & O

Den vom Unkraut befreiten, tief durch gegrabenen und fein gebrochenen Boden wertet man durch die Zugabe von Kompost auf. Kompost ersetzt verbrauchte Nährstoffe, lockert die Struktur und erhöht die Fähigkeit Wasser zu halten wesentlich. Den Kompost gibt man auf die vorbereitete Beetfläche und anschließend arbeitet man ihn mit der leicht unter das Beet. Den mit Kompost angereicherten Boden zieht man nun mit der Harke glatt. Dabei ebnet man die Fläche möglichst glatt ein. Zudem bricht man größere Brocken im Boden auf und zerkleinert sie.

Bodenbearbeitung
Das Finish der Bodenbearbeitung mit der Harke

Bodenbearbeitung im Gemüsegarten – Basis für ein gutes Gartenjahr

Der bearbeitete Boden hat viel Arbeit, Schweiß und Kompost gekostet. Aber spätestens zum Erntedankfest zum Oktober zahlt sich als die Mühe doppelt aus. Guter Boden ist ein Garant für gute Erträge an Gemüse. Bodenbearbeitung ist lohnenswerte Fleißarbeit um die man ohne Traktor, oder andere schwere Geräte nicht herum kommt. Die Energie die man im Frühjahr in den Boden steckt findet sich am Ende der Saison auf dem Teller wieder. Damit bildet die Bodenbearbeitung stets die Basis für das Gartenjahr.

Tipp 1: Gartenboden aufwerten – Bodenbearbeitung mit Dung bringt pure Energie

Noch mehr Nährstoffe als Kompost liefert Dung. Ob , Rinderdung, oder Kaninchendung, sie alle liefern sehr viele Nährstoffe. Zu beachten ist das Dung meist umso besser ist, je besser man ihn abgelagert hat. Frischer Dung von Geflügel ist sehr scharf. Daher sollte er immer ein Jahr lang trocken gelagert und regelmäßig umgeschichtet worden sein. Erst dann darf man ihn in den Boden einarbeiten. Mist von Kaninchen ist hingegen mild. Man kann ihn ohne Bedenken  frisch verwenden. Dung vom Rind sollte wie Hühnermist besser erst ablagern. Dung vom Pferd kann in kleinen Mengen auch direkt in den Boden eingebracht werden. Tierdung liefert sehr viel Nährstoffe. Besonders in Form von für die Pflanzen verwertbarem Stickstoff. Aber auch Kalium und Phosphor sind enthalten und stehen den Pflanzen zur Verfügung.

Tipp 2: Bodenbearbeitung durch Gründüngung – Untermulchen von Rasenschnitt

Rasenschnitt fällt häufig und in großen Mengen an. Er eignet sich gut zum Kompostieren und enthält viel wertvollen Stickstoff. Man kann den Rasenschnitt aber auch frisch, sprich unkompostiert in den Boden einbringen. Wichtig ist dabei, den Schnitt nur in kleinen Mengen gut vermischt und tief in den Boden zu graben. Am Besten ist es das Gras erst mit fertigem Kompost zu mischen. Das Gemisch dann anschließend in den Boden einarbeiten. Schnitt vom Rasen ist ein klassischer . Er dient als Nahrung für Lebewesen im Boden wie und Bakterien. Er lockert durch deren Aktivität den Boden auf. Das belüftet ihn, reichert ihn mit Nährstoffen an und kann die Qualität des Bodens somit stark verbessern.

Regenwurm
Eine grĂĽndliche Bodenbearbeitung sorgt fĂĽr lockere & lebendige Erde

Tipp 3: Bodenbearbeitung – Die Basis für üppige Erträge

Eine solide Bodenbearbeitung lohnt sich. Alle Gemüse und Früchte die man im Selbstversorger Garten anbaut profitieren von der Arbeit. Nährstoffreicher, tiefgründig lockerer Boden mit einer guten Wasserhaltekraft ist quasi die halbe Ernte. Besonders stark zehrende Pflanzen wie Tomaten, Kartoffeln, Auberginen, Gurken, Rosenkohl und Kohl profitieren davon. Aber auch Kopfsalat, Erbsen, Zuckererbsen, Erdbeeren, Zucchini, Kürbis und Paprika lieben guten Boden. Ebenso Brokkoli, Zwiebeln, Staudensellerie, Blumenkohl, Karotten, Sonnenblumen, und alle Herbst- und Wintergemüse.

Das Beste zum Schluss – Anpflanzen

Guter Boden ist die Basis für gute Ernten und einen prall gefüllten Lagerkeller. Dafür muss er tief durch gegraben, reich an Nährstoffen und Humus  sowie einer lockeren Struktur sein. Zudem muss er Wasser und Regen gut halten können. Jeder Tropfen Schweiß den der Gärtner in die Bodenbearbeitung steckt lohnt sich am Ende. Für vorgezogene Pflanzen bietet der vorbereitete Boden die ideale Basis. Man kann ihn, je nach Klima und Pflanzenart, bereits ab Mitte März mit Gemüse bestellen.

Viel SpaĂź bei der Bodenbearbeitung, ein gutes Wachstum und reiche Ernten wĂĽnscht euch das Selbstversorgerland!
Produkt-Tipps: Bodenvorbereitung

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