Blumenkohl anbauen

Blumenkohl anbauen – Die Krone im Gemüsegarten

Blumenkohl anbauen, anspruchsvoll aber lohnenswert! So anspruchslos Kohlsorten wie z.B. der Weißkohl oder Spitzkohl sind, Blumenkohl (lat. Brassica oleracea)fordert ein gewisses Maß an Erfahrung. Denn es benötigt Wissen und gute Pflege, damit der Blumenkohl zur prächtigen Krone des Gartens heran wächst.

Blumenkohl anbauen – Ein Kohl und viele Namen

Man nennt ihn auch Käsekohl, Blütenkohl, Karfiol, Traubenkohl, Minarett-Kohl oder Italienischer Kohl. Der Blumenkohl ist ein sehr beliebtes und zudem aromatisches Gemüse. Er dient als schmackhafte Beilage. Aber auch als Hauptgericht, serviert man ihn mit verschiedenen Soßen.

Blumenkohl anbauen – Die Krone im Gemüsebeet

Ursprünglich stammt der auch Käsekohl genannte Blumenkohl aus Asien. Von dort aus trat er im 16. Jahrhundert jedoch seine Reise nach Europa an. Hier war er zuerst in Frankreich und Italien sehr beliebt. Dann verbreitete sich der sehr geschmacksintensive Kohl in ganz Europa. Der aus dem Supermarkt bekannte Blumenkohl ist stets von weißer Farbe. Allerdings sind in Italien und Frankreich heute auch violette und grüne Formen verbreitet. In unseren Breiten ist das Blumenkohl anbauen  im Freiland von April bis November möglich. Voraussetzung hierfür ist ein tief humoser nährstoffreicher Boden und eine vollsonnige Anbaufläche im Beet.

Blumenkohl - Jungpflanze
Junge Pflanze beim Blumenkohl anbauen im Freiland

Blumenkohl anbauen – Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll
Ort: Garten, Freiland
Aussaat: Vorzucht Ende April – Anfang Mai
Freiland: Ende Mai
Ernte: Juli – August

Blumenkohl anbauen – So läuft es wie am Schnürchen

Sät man Blumenkohl aus, so erfolgt die Aussaat ab Februar im frostsicheren, beheiztem Frühbeet oder . Alternativ zieht man die Kohlpflanzen an der Fensterbank vor. Dazu setzt man jeweils zwei Samen in einem kleinen Topf. Sollten beide keimen, entfernt man den schwächeren Keimling jedoch. Ab Mitte April kann man die Pflanzen dann in das Gemüsebeet pflanzen. Der Pflanzabstand beträgt 50cm zu den Nachbarpflanzen. Anfangs schützt Stroh am Boden und ein Fleece über den Pflanzen vor den letzten Nachtfrösten. Noch besser geeignet ist jedoch ein Folientunnel zum Blumenkohl anbauen.

Blumenkohl anbauen – Viel hilft viel

Als absoluter Starkzehrer (extrem hohe Aufnahme von Nährstoffen) verträgt er auch frischen Stallmist. Sehr gut bewährt haben sich beim Blumenkohl anbauen zur Düngung zudem Hornspäne und Kompost. Im Verlauf des Wachstums arbeitet man sie bis zu fünfmal oberflächlich in den Boden ein.

Bewährte Sorten:
Clapton (Kohlhernie resistente Sommer – Sorte) Violetta de Sicilia (beliebte ital. Sorte, lila & lecker) Erfurter Zwerg (weiße, kleine & frühe Sorte) Multi Head (viele kleine Köpfe je Pflanze, sehr lecker)
Graffiti (sehr dekorative lila Sorte, gut für Rohkost) Herbstriesen (sehr ertragreiche, späte Sorte) Snowball (moderne Leistungs – Sorte) Walcheren (extrem winterhart, ertragreich)
Interessante Sorten:
Neckarperle (weiße, deutsche Bio – Sorte) (späte, grüne Herbst – Sorte) Herbst Giant (sehr späte Ertrags – Sorte) (moderne, weiße Ertrags – Sorte)
Ballak (robuste, frostharte Winter – Sorte) (milde, mittelfrühe, weiße Sorte) (ertragreiche Winter – Sorte) Igloory späte Herbst – Sorte, sehr gut gefrier geeignet)
Blumenkohl
Junger Kopf beim Blumenkohl anbauen

Blumenkohl anbauen – Das Wichtigste auf einen Blick

Voll sonniger Standort
Sehr nährstoffreicher Boden
Regelmäßig düngen
  • Vorgezogene Pflanzen ab Mitte April ins Freiland pflanzen. Ab August kann man zudem bereits für das folgende Frühjahr direkt im Gemüsebeet aussäen. Denn der ganzjährig anbaubare Kohl ist ein frosthartes Wintergemüse.
  • Den Boden um den Blumenkohl regelmäßig haken. Dann nachdüngen. Hierzu eignet sich Hornmehl, Hornspäne, Kompost und Stallmist.
  • Regelmäßiges Bewässern führt beim Blumenkohl anbauen zudem zu starken Pflanzen mit großen Blütenständen.
  • Gegen die Raupen des Kohlweißlings hilft ein engmaschiges Kohlnetz oder Fleece über den Pflanzen.
  • Um den Kohlblütenstand vor dem vergilben zu bewahren, deckt man den Kopf ganz einfach mit Kohlblättern ab. So vor dem Sonnenlicht geschützt bleiben die Köpfe beim Blumenkohl anbauen dann perfekt weiß!
  • Es gibt drei Dinge, die der Blumenkohl fast unendlich verträgt. Sonne, Wasser und . Der absolute Starkzehrer bedankt sich für regelmäßige starke Bewässerungen. Zudem auch für durchgehend volle Sonne. Was organische Dünger betrifft, sind die Pflanzen ebenfalls nahezu unersättlich. Regelmäßige Düngergaben von Dung, Kompost und Hornspänen spiegeln sich in großen, schweren und makellosen Köpfen wieder!
  • Gewusst wie kann man fast das ganze Jahr über Blumenkohl anbauen und ernten. Man kann ihn dafür bereits ab August im Freiland ausäen und im nächsten April ernten.

Tipp 1: Blumenkohl anbauen – Fast das ganze Jahr durch Blumenkohl

Mit ein wenig Geschick kann man von April bis Ende November Blumenkohl anbauen und ernten. Dazu kann man bereits ab August im Freiland aussäen. Die Pflanzen schützt man im Winter mit Stroh, Laub und Fleece vor Bodenfrost und eisigen Winden. So ist er winterhart und man kann ihn mit dieser Methode bereits ab Mitte April, mit kleineren Köpfen, ernten. Zudem lassen sich fortlaufend junge Pflanzen im Frühbeet und auf der Fensterbank nachziehen. So ist es möglich, fast das ganze Jahr über Blumenkohl aus dem Garten zu ernten. So ist Blumenkohl anbauen sehr ertragreich und effizient.

Tipp 2: Blumenkohl anbauen – Schneeweißer Blumenkohl

Neben dem Abdecken (Schutz vor Licht) beim Blumenkohl anbauen, kann man beim Kochen 2/3 Wasser mit 1/3 Milch mischen. So wird der gekochte Kohl schneeweiß und schmeckt zudem viel milder.

Tipp 3: Blumenkohl anbauen – Auch roh ein bekömmlicher Genuss

Geernteter Blumenkohl
Frischer als aus dem eigenen Garten kommt der prachtvolle Kohl nie auf den Tisch

Blumenkohl ist auch roh sehr gut verdaulich. Probiert mal kleine Blüten vom Blumenkohl roh im Salat. Sie schmecken herrlich und sorgen für Vielfalt auf dem Salatteller aus dem Selbstversorger Garten.

Tipp 4 : Blumenkohl  anbauen – Auf gute Nachbarschaft

Er ist ein guter Nachbar für Erdbeeren und Tomaten. Ebenso für Zucchini, Karotten, Radieschen, Kürbis, Weißkohl, Zwiebeln, Brokkoli, Rote Beete und Gurken. Aber auch als Nachbar von Fenchel, Steckrüben, Kopfsalat, Feldsalat, Spinat, Paprika, Rosenkohl, Staudensellerie, Aubergine und Kohlrabi eignet er sich! Dill, Rosmarin, Lavendel, Strauchbasilikum und Lorbeer ziehen Nützlinge an. Das macht blühende Kräuter zudem zum  idealen Nachbarn von einem Insektenhotel.

Tipp 5 Blumenkohl anbauen – Vor dem schmierigen Vielfrass schützen

Schnecken fressen sehr gern Kohl. In einer Nacht kann ihnen eine Pflanze leicht zum Opfer fallen. Daher ist der Schutz vor Schnecken durch einen Schneckenzaun und die Schnecken Bekämpfung absolut zu empfehlen! Für Pflanzen in Kübeln ist Kupferband rund um den Topf und Schnexagon sehr gut geeignet. Das Gemüsebeet schützt man effektiv mit einem Schneckenzaun und Schnexagon.

Das Beste zum Schluss: Die Ernte

Beim Blumenkohl anbauen erntet man solange der Kopf hell und dabei noch gleichförmig ist. Bei den ersten Anzeichen dafür, dass der Kopf „Spitzen“ entwickelt und zu „schießen“ droht, ist der späteste Erntezeitpunkt. Er schmeckt als Beilage ebenso wie warm und pur mit etwas Butter. Aber auch als Rohkost macht er im Salat eine gute Figur. Dazu passt ein Stück Kürbisbrot oder Weißbrot.

Bei Fragen und Anregungen freuen wir uns über deinen Kommentar. Tollen Blumenkohl aus dem eigenem Garten wünscht euch das Selbstversorgerland!
Produkt-Tipps: Blumenkohlpflanzen

 

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  • BIO-Saatgut, kontrolliert durch DE-ÖKO-007
  • Brassica oleracea var. botrytis L.
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  • Vorkultur: Februar – April
  • Direktsaat: Mai – Juni
  • Erntezeit: Juli – Oktober
  • Saattiefe: 0,5 – 1 cm
  • Frühe Sorte mit mittelgroßen Köpfen

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