Staudensellerie anbauen – Intensiv aromatisches Gartengemüse

Man kennt den, auch Stangensellerie (lat. Apium graveolens) bzw. Bleichsellerie genannten, Staudensellerie als beliebtes Suppenkraut. Seine Blätter und Stängel sind hoch aromatisch und damit eine ideale Würze für Suppen und viele andere Speisen. Aber auch roh gegessen ist der Sellerie sehr schmackhaft. Sein intensiver und frischer Geschmack macht ihn zum idealen Rohkost Gemüse.

Staudensellerie anbauen – Tolles Kraut voller ätherischer Öle

Ursprünglich stammt der Sellerie aus den Ländern rund ums Mittelmeer. Heute kommen wilde Formen in Europa, Amerika und Asien vor. Für Selbstversorger eignet sich Staudensellerie besonders. Denn er lässt sich auch in Kübeln auf dem Balkon oder der Terrasse gut anbauen. Damit ist er auch ein ideales Gemüse für Urban Gardening, Balkon- und Fenstergärten.

Staudensellerie anbauen – Traditionell beliebtes Heilkraut

Je nach Sorte bleiben die Selleriepflanzen mit 30cm eher klein. Einige Sorten können aber auch bis zu 80cm hoch werden. Die Pflanze hat dunkelgrüne Blätter in Form von Rauten und steckt voller ätherischer Öle. Den Aromen sagt man nach bei Blasenleiden, Gicht und Erkrankungen der Nerven zu helfen. Zudem soll der er das Blut reinigen. Außerdem den Körper entwässern und Husten lindern. Dies ist medizinisch jedoch nicht belegt.

Staudensellerie anbauen – Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll
Ort: Garten, Freiland, Balkon, Kübel, Topf
Aussaat: Vorzucht Anfang Februar – April
Freiland: Ende März – Juli
Ernte: Juni – Oktober

Staudensellerie anbauen – Geht einfach und fast überall

Staudensellerie anbauen im Beet oder in Kübeln ist leicht. Als Starkzehrer benötigt er einen guten Boden. Dies ist besonders beim Anbau von Staudensellerie in Töpfen von  Bedeutung. Die Erde düngt man mit Kompost. Den Boden sollte man vor dem Anbau kalken. Denn Sellerie liebt im Boden. Verwendet man für  jedoch Blumenerde, achtet man drauf das ihr PH Wert zwischen 6,5 und 7,5 liegt.

Staudensellerie - Jungpflanze
Junger vitaler Staudensellerie
Bewährte Sorten:
Tango Tall Utah Golden Spartan Pascal

Staudensellerie anbauen – Das Wichtigste auf einen Blick

Luftiger sonniger Standort
Nährstoffreicher Boden
Gleichmäßig feucht halten
  • Sellerie darf man keiner großen Hitze aussetzen. Diese lässt die Öle zu Teilen verfliegen und macht das Kraut weniger aromatisch.
  • Mulchen des Beetes mit Rasenschnitt hält den Boden zudem gleichmäßig feucht und liefert Nährstoffe.
  • Stangensellerie veträgt keinen Frost. Die Stauden muss man im Herbst rechtzeitig ernten.
  • Geeignete Nachbarn sind Tomaten, Salat, Lauch, sämtliche Kohlarten und Gurken.
  • Mist, Kompost, Hornspäne und Hornmehl sind geeignete organische Dünger. Sie können im Verlauf des Jahres mehrfach in den Boden eingebracht werden.
  • Abstände zwischen den einzelnen Stauden sollten 15 bis 20cm betragen damit die Pflanzen nicht miteinander konkurrieren.
  • Reichliches Wässern erhöht zudem den Ertrag und macht den Sellerie hoch aromatisch.
  • In Kübeln überwintert man die Pflanze bei 10°C bis 20°C im Haus. Jedoch vertragen sie keine warme Heizungsluft.
Staudensellerie
Staudensellerie liebt viel Sonnenlicht, aber er mag keine trockene Hitze

Tipp 1: Staudensellerie anbauen – Guter Boden ist alles

Beim Staudensellerie anbauen benötigt man große Mengen Nährstoffe. Diese kann man nach und nach mit flüssig Dünger zuführen. Besser ist es jedoch das Beet bereits im vorherigen Herbst für den Staudensellerie Anbau vorzubereiten. Dafür wird die Fläche tief umgegraben. Dabei mit Rinderdung und Kompost anreichen. Auch Hornspäne eignen sich gut für die Düngung des Bodens. Diese organischen Dünger haben den Winter über Zeit sich im Boden zu zersetzen. So geben sie ihre Nährstoffe gleichmäßig an den Boden ab. Im Frühjahr gräbt man die Fläche dann erneut um. Dabei wird sie abermals mit Kompost und mit Hornmehl angereichert. Dann zieht man den Boden mit der Harke sehr fein und kalkt in anschließend. Ein so vorbereiteter Boden sorgt für starke Pflanzen und gute Erträge mit tollem Aroma.

Staudensellerie
Frischer junger Staudensellerie im Gemüsebeet

Tipp 2: Staudensellerie anbauen – Und als Gewürz haltbar machen

Die Blätter des Staudensellerie lassen sich sehr gut trocknen und somit als Gewürz haltbar machen. Allerdings lassen sich die frischen Blätter des Sellerie auch gut einfrieren. Die Stangen des Staudensellerie lassen sich ebenfalls frisch einfrieren und sind dann einige Monate haltbar. Es besteht zudem die Möglichkeit die klein geschnittenen Stangen zu blanchieren. Sie anschließend luftdicht zu verpacken und dann bei minus 18°C frosten. So behandelter und gefrorener Sellerie ist mehr als ein Jahr lang haltbar.

Das Beste zum Schluss: Die Ernte

Sellerie wird ab Juni und bis zum Einsetzen der ersten Fröste Ende Oktober / Anfang November geerntet. Man erntet einzelne Stangen, die dann wieder nachwachsen. Es gilt Frost zu vermeiden. Denn er beschädigt die Pflanzen irreparabel!

Reichlich aromatischen Sellerie wünscht euch das Selbstversorgerland!
Produkt-Tipps: Selleriepflanzen

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