Zuckererbsen anbauen – Köstlich fein zarte Hülsenfrüchte

Die Zuckererbsen (lat. Pisum sativum subsp. sativum convar. Axiphium) nennt man auch Kefe. Man kennt die Kefe jedoch auch noch unter weiteren Namen wie Kaiserschote, Knackerbse, Zuckerschote, Kiefelerbse und Mange-tout.

Zuckererbsen anbauen – Vielseitig leckere Schote

Die leckeren und milden Schoten dieser Hülsenfrucht kann man sowohl roh verzehren, als auch garen. Denn die leckeren Zuckererbsen isst man mit Schale. Man isst also die ganzen Schote. Diese sind wesentlich zarter im Biss und lieblicher im Geschmack als echte Erbsen.

Zuckererbsen
Ein Schneckenkragen ist ratsam beim Zuckererbsen anbauen

Zuckererbsen anbauen – Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll
Ort: Garten, Freiland
Aussaat im Frühbeet/ Fensterbank: Ab Anfang April
Freiland: Ende April bis Mitte Mai
Ernte: Ende Juli bis August/ September

Bewährte Sorten:
Schneeflocke (robust & sehr ertragreich) Delikata (robust, wächst auch im Balkonkasten) Sweet Horizon (standfest, süße Schoten)
Shiraz (lila Schoten, resistent gegen Mehltau) Vroege Hendriks (frühe, halbhohe Sorte) Quartz (mittelfrüh, ertragreich)
Graue Buntblühende (mittelspäte Sorte) De Maussane (alte franz. Sorte) Zuccola (besonders geeignet zum Einfrieren)

Zuckererbsen anbauen – Das Wichtigste auf einen Blick

Voll sonniger Standort
Sehr kompostreicher, lockerer Boden
Zuckerschoten lieben warmen Boden
  • Vorgezogene Pflanzen ab Anfang Mai ins Freiland pflanzen. Die Pflanzen erst ins Freiland setzen wenn die Tagestemperaturen über 15°C liegen.
  • Ab 15°C kann die Aussaat auch direkt ins Freiland erfolgen. Sähen tut man entweder in Reihen mit ca. 5cm Abstand je Saatkorn. Oder in Horsten in welchen jeweils 4 bis 8 Saatkörner eingebracht werden. Die Saathorste sollten jedoch 30 bis 40 cm Abstand zu Nachbarn haben.
  • Zuckererbsen sät man sehr tief aus. 4 bis 5 cm tief steckt man das Saatkorn in den Boden. Einmal schützt das vor Vögeln, welche die Erbsenkeimlinge lieben. Zum anderen entfalten sich die Keimblätter der Zuckererbse bereits unter der Erde.
  • Den Boden um die Pflanzen haken und frei von Beikraut halten.
  • In einem gut gepflegten Beet mit kompostreicher Gartenerde ist eine Nachdüngung der genügsamen Zuckerschoten während des Jahres nicht nötig.
  • Boden idealerweise nur nach Sonnenuntergang wässern, denn Zuckererbsen lieben warmen Boden und danken mit reichlich Ertrag.
  • Zuckererbsen häufelt man immer wieder per Hand am Haupttrieb an. So erhalten sie mehr Standfestigkeit und auch die Wärme des Tages hält sich so besser im Boden.
  • Zuckererbsen klettern gern. Einige Sorten benötigen zwingend eine Rankhilfe. Kleinere Pflanzen bis ca. 60cm kommen ohne eine Rankhilfe aus. Bei Horstsaaten eignen sich einige getrocknete Haselnuss- oder Weidenzweige sehr gut als günstige Rankhilfe aus der Natur. Auch bei Reihensaat muss man keine teuren Anschaffungen machen. Einfach einige trockene Äste ca. alle 1,5 bis 2 Meter neben die Reihe stecken. Diese dann mit einem Gartendraht oder einer Juteschnur verbinden.

Tipp 1: Zuckerschoten anbauen und bis in den Herbst hinein ernten

Möchte man auch noch im September Zuckererbsen ernten, sollte Ende Mai bis Anfang Juni eine zweite Aussaat erfolgen. Zwischensaaten können zudem alle zwei Wochen erfolgen. So ist es möglich stets reife Zuckerschoten im eigenen Garten zu haben. Und zudem auch größere Mengen für den langen Winter einfrieren zu können. Zum langen lagern als Tiefkühlgemüse eignet sich besonders gut die Sorte Zuccola. So hat man selbst im tiefsten Winter noch Freude an den eigenen Zuckerschoten

Tipp 2: Zuckererbsen anbauen – Niemals Erbsen auf Erbsen pflanzen

Die Goldene Regel – Erbsen nie auf Erbsen pflanzen – muss man unbedingt beachten, wenn man Zuckererbsen selbst anbauen möchte. Den Standort muss man daher jedes Jahr ändern. Auf der Fläche, auf welcher in diesem Jahr die Zuckererbsen wuchsen, folgt nun ein sehr stark zehrendes Gemüse wie z.B. Kartoffeln, Zucchini oder Kürbis. Und auch im dritten Jahr sollte man  hier noch keine Hülsenfrüchte anbauen. So umgeht man den größten Feind der Zuckererbse – dem Mehltau. Dieser tritt immer dann besonders gern auf, wenn der Boden zu Stickstoffhaltig ist.

Zuckererbsen
Reife Zuckererbsen sind herrlich knackig

Tipp 3: Zuckerschoten – Lieben feuchte Wurzeln und trockenes Laub

Die Kaiserschoten profitieren sehr von einem gleichmäßig feuchten, jedoch stets warmen Boden. Was die Zuckererbsen hingegen überhaupt nicht mögen ist Wasser von oben. Daher sollte man es tunlichst vermeiden die Pflanzen mit der Brause von oben zu gießen. Lieber mit der Gießkanne zwischen den Reihen oder Horsten dicht über dem Boden wässern, so dass die Blätter trocken bleiben.

Tipp 4: Zuckererbsen & Kaiserschoten anbauen – Und spielend leicht selbst vermehren

Das Saatgut für die Zuckerschoten seiner Wahl muss man nicht immer wieder neu kaufen. Denn um eigenes Zuckererbsen Saatgut zu produzieren, muss man lediglich einige Schoten nicht ernten. Man belässt sie einfach bis in den Herbst hinein an den Pflanzen. Die Schoten werden dann trocken, gelblich bis braun und sind nun ausgereift. Die Samen kann man jedoch einfach entnehmen. Man lagert sie trocken und dunkel bis zum nächsten Frühjahr. Denn so hat man immer wieder Freude an seinen Lieblings-Zuckererbsen.

Tipp 5: Zuckererbsen – Ein guter Nachbar in Mischkultur

Kaiserschoten sind ein guter Nachbar für Erdbeeren und Tomaten. Ebenso für Zucchini, Karotten, Radieschen, Kürbis, Weißkohl, Zwiebeln, Brokkoli, Rote Beete und Gurken. Aber auch als Nachbar von Kopfsalat, Feldsalat, Spinat, Paprika, Rosenkohl, Staudensellerie, Blumenkohl, Aubergine und Kohlrabi eignet sie sich!

Tipp 6: Zuckererbsen – Vor dem schmierigen Vielfrass schützen

Schnecken fressen gern Zuckererbsen. In einer Nacht kann eine Pflanze leicht den Schnecken zum Opfer fallen. Daher ist der Schutz vor Schnecken durch einen Schneckenzaun und die Schnecken Bekämpfung absolut zu empfehlen! Für Pflanzen in Kübeln ist Kupferband rund um den Topf und Schnexagon sehr gut geeignet. Das Gemüsebeet schützt man effektiv mit einem Schneckenzaun und Schnexagon.

Das Beste zum Schluss – Ernten

Zuckerschoten und Zuckererbsen kann man immer wieder ernten. Man muss also nicht die ganze Pflanze abpflücken. Denn man kann auch nur die reifen großen Kaiserschoten abernten. Die an der Pflanze verbleibenden Erbsenschoten haben so zudem noch Zeit zum Nachreifen. Je nach Sorte, Klima und Aussaatzeitpunkt kann man die reifen Zuckererbsen von frühestens Ende Juli bis spätestens Mitte/Ende September ernten.

Viele zarte Zuckerschoten aus dem Selbstversorger Garten wünscht euch das Selbstversorgerland!
Podukt-Tipps: Zuckererbsenschoten

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