Einfrieren

Einfrieren so geht es richtig – Gutes konservieren durch Tiefkühlen

Einfrieren ist eine gute Möglichkeit Lebensmittel für eine längere Zeit zu konservieren. Tiefkühlen funktioniert nach dem Prinzip, das die Aktivität von Keimen und Organismen durch Kälte nahezu stoppt. Dadurch werden gefrorene Lebensmittel mehrere Wochen bis einige Jahre lang haltbar. Der Verlust an Vitaminen, Mineralstoffen und Qualität hält sich beim Gefrieren im Vergleich zu anderen Methoden der Konservierung in Grenzen. Zumindest dann, wenn man die Grundsätze der Frostlagerung beachtet, nur geeignete Lebensmittel einfriert und entsprechend verpackt.

Tiefkühlen – Die perfekte Konservierung durch Kälte

Beim Haltbarmachen durch Einfrieren gefriert, bei minus 18°C oder kälter, dass Wasser in und zwischen den Zellen des Gefriergutes. Die für das Altern und Verderben verantwortlichen Organismen sind bei so niedrigen Temperaturen kaum noch aktiv. Zudem können sie sich so gut wie nicht mehr vermehren. Beim Gefrieren des Wassers in und zwischen den Zellen der Nahrungsmittel entstehen Kristalle aus Eis. Diese beschädigen und zerstören, abhängig von ihrer Größe, jedoch die Zellen. Dadurch vermindert sich unter Umständen die Qualität. Je schneller etwas eingefroren wird, desto kleiner sind die sich bildenden Kristalle. Umso geringer sind daher auch die Schäden.

Richtig einfrieren kann gar nicht schnell genug gehen

Daher ist es wichtig Lebensmittel möglichst schnell einzufrieren. Ein weiterer Aspekt ist die Verpackung. Die Verpackung des Gefriergutes soll möglichst keine Luft enthalten und muss zudem absolut dicht sein. Denn ist Luft enthalten, verdampft beim Frosten Wasser, dass als Dampf in der Verpackung gefriert. Dadurch entstehen scharfe Eiskristalle, die das Gefriergut an der Oberfläche beschädigen. Man spricht dann auch von Gefrierbrand.

Richtig einfrieren
Richtig Einfrieren – Auf die Kühlleistung kommt es an, aber auch die Verpackung ist entscheidend

Richtig einfrieren – Die richtige Verpackung macht den Unterschied

Um Gefrierbrand zu vermeiden, sollte die Packung dicht am Lebensmittel anliegen. Zudem sollte möglichst wenig Luft enthalten sein. Daher eignen sich Gefrierbeutel zum Frosten. Die Lebensmittel packt man in ihnen dicht. Bevor man die Beutel verschließt, streicht man die ganze Luft heraus. Für Flüssiges eignen sich Dosen aus Plastik. Friert man feste Lebensmittel in Behältern ein, muss man diese möglichst randvoll packen. Nur so ist möglichst wenig Luft im Behälter. Die mit Abstand beste Verpackung ist die Vakuum Folienverpackung. Sie entfernt sämtliche Luft und verschließt den Beutel. Für Fleisch und festes Gemüse ist verschweißen im Vakuum ideal. Allerdings eignet sich das Vakuumieren nur bedingt für empfindliche Lebensmittel wie z.B. Beeren.

Gemüse richtig einfrieren – Erst blanchieren dann frieren

Gemüse soll man vor dem Frieren kurz in siedendem Wasser blanchieren. Dann mit sehr kaltem Wasser abschrecken und anschließend kurz zum  abdampfen auslegen. Erst jetzt verpackt und gefriert man es. Blanchieren hat mehrere Vorteile. Der wichtigste zuerst, man reduziert die Belastung mit Keimen stark. Dadurch verlängert sich die Haltbarkeit enorm. Aber auch für die Qualität ist das Blanchieren vor dem Frieren wichtig. Durch das Blanchieren deaktiviert man Enzyme, welche beim Einfrieren zum Verlust von Nährstoffen führen. Zudem wird die Farbe des Gemüses frischer und der Geschmack intensiviert sich.

Gemüse richtig einfrieren – Erst blanchieren dann frieren

Wichtig beim Blanchieren, es sollte kochend heiß und möglichst kurz erfolgen. Die Dauer ist jedoch abhängig von der Größe und Festigkeit des Gemüses. Empfindliche Gemüse wie Spinat, Lauch und Brokkoli blanchiert man lediglich 60 Sek. Härtere, aber kleine Gemüse wie BohnenBlumenkohl und Rosenkohl blanchiert man 1 bis 2 Min. Große, sehr harte Gemüse wie HokkaidoKarotten und Sellerie kann man 3 bis 5 Min. blanchieren. Grundsätzlich gilt, lieber zu kurz als zu lange blanchieren. Um den Garprozess abrupt zu stoppen, muss man das heiße Gemüse unbedingt unter sehr kaltem Wasser abschrecken. Erst jetzt trocknet, verpackt und frostet man es.

Spinat einfrieren
Richtig einfrieren – dicht gepackter, zuvor blanchierter Spinat vor dem Tiefkühlen

Richtig einfrieren – Schritt für Schritt

  • Nur saubere und makellose Lebensmittel einfrieren.
  • Gemüse vor dem Einfrieren blanchieren.
  • Gefriergut immer ohne Lufteinschlüsse und absolut dicht verpacken.
  • Ideal ist Vakuumieren.
  • Das Frosten muss möglichst schnell gehen, um die Qualität zu erhalten. Daher die Truhe oder den Froster einige Stunden vor dem Einfrieren auf die kälteste Einstellung herunter stellen. Wenn vorhanden die Super Funktion für schnelles Gefrieren nutzen.
  • Um schnelles Gefrieren zu gewährleisten, immer nur kleine Mengen einfrieren.
  • Nach dem Einfrieren die Tür oder Klappe des Gerätes für 12 besser für 24 Std. nicht öffnen

Richtig einfrieren – Nicht alles eignet sich für die Frostlagerung

Nicht alles eignet sich zum Einfrieren. Das liegt an der Struktur der Zellen dieser Nahrungsmittel. Einige werden beim Frosten zäh, andere jedoch beim Auftauen matschig. Andere werden flockig, fallen zusammen oder verlieren das Aroma. Folgende Lebensmittel eignen sich daher aus verschiedenen Gründen nicht zum Einfrieren.

Zum Einfrieren nicht geeignete Lebensmittel:
Äpfel Mirabellen Eier Blattsalate
Buttermilch Creme Fraiche Frische Milch Oliven
Papaya Tomaten (unverarbeitet) Joghurt Majonäse
Wein Trauben Kefir Radieschen
Wassermelone Rettich Kirschen Bananen

Tipp 1: Richtig einfrieren – Richtig auftauen

Zum richtig Einfrieren gehört auch das richtige Auftauen. Selbst Gefrorenes wird immer in der Verpackung und möglichst langsam aufgetaut. So vermeidet man Verluste bei der Qualität. Zum Auftauen legt man das verpackte Gefriergut dann für 24 Std. in den Kühlschrank. So taut es langsam bei plus 5°C auf. Das verhindert erstens ein schnelles Wachstum von Bakterien. Zweitens verhindert die Verpackung, dass Feuchtigkeit am noch sehr kalten Gut kondensiert und es dadurch matschig wird. Die Verpackung entfernt man erst nach dem vollständigen Auftauen! Die einzigen Ausnahmen sind Fisch und Geflügel. Diese muss man aus der Packung nehmen und in einen dicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank langsam auftauen. Denn nur so ist es möglich das Tauwasser regelmäßig abzugießen und den Fisch oder das Geflügel zwischendurch abzuspülen. Dies dient der Hygiene, da Fisch und Geflügel leicht verderblich sind.

Lebensmittel Tiefkühlen und Einfrieren
Richtig Einfrieren – ideal ist das Frosten in Portionsgrößen sowie in einzeln entnehmbaren Einheiten

Tipp 2: Richtig einfrieren – Ohne dass Früchte, Gemüse, Fleisch oder Fisch aneinander festfrieren

Es ist lästig wenn Gefrorenes zu einem Klumpen zusammen friert. Denn dann lässt es sich nicht mehr portionieren. Um das zu vermeiden kann man z.B. Bohnen einzeln auf einem mit Papier belegten Blech einfrieren. Das gilt auch für alle anderen Gemüse sowie Früchte. Dafür erst 2 bis 3 Std. vorfrieren und erst jetzt dicht verschlossen verpacken und einfrieren. Denn so kleben die einzelnen Stücke nicht mehr aneinander! Man kann sie so auch im gefrorenen Zustand gut portionieren sowie einzeln aus der Packung nehmen. Fleisch und Fisch muss man jedoch immer einzeln verpackt einfrieren. Nur so bleibt immer alles gut portionier- und entnehmbar.

Tipp 3: Richtig einfrieren – Und dabei Energie sparen

Wer sich ein Gefriergerät kauft sollte auf die Energieeffizienz Klasse achten. Moderne Geräte mit der Klasse A+++ kosten  mehr, aber der höhere Preis lohnt sich nach 5 bis 7 Jahren. Nach 15 Jahren kann man über die Einsparung den Kaufpreis einsparen. Wer häufig ganze Ernten frosten möchte, sollte sich für ein Gerät mit Turbo Frost Funktion entscheiden. Solche Geräte haben in der Regel einen Lüfter. Man kann sie so einstellen, dass man auch größere Mengen sehr schnell einfrieren kann. Für einen niedrigen Verbrauch an Energie ist jedoch auch der richtige Aufstellort wichtig. Denn 5°C weniger am Aufstellort reduzieren den Verbrauch um ca. 20%. Wer seine Truhe in den kühlen Keller stellt, kann in zehn Jahren mehrere hundert Euro sparen. Auch regelmäßiges Abtauen des Gerätes spart Geld und verbessert die CO² Bilanz. Ein abgetautes Gerät kann bis zu 30% weniger Strom verbrauchen als ein vereistes!

Tipp 4: Brot einfrieren – So geht’s wunderbar

Brot lässt sich sehr gut einfrieren. Dabei sollte man aber darauf achten, das man es bereits vor dem Frosten in Scheiben schneidet und diese portioniert gefriert. Sonst ist man jedoch gezwungen den ganzen Laib aufzutauen. Natürlich lassen sich auch ganze Laibe gut einfrieren. Tiefkühlen ist ideal um Brot sowie Brötchen langfristig zu lagern. Der Verlust an Qualität ist bei aufgetautem Brot zudem nur sehr gering. Beim Einfrieren von Brot in Scheiben gibt es zudem einen Trick damit man einzelne Scheiben entnehmen kann. Denn legt man zwischen die Brotscheiben jeweils ein kleines Backpapier, frieren die Scheiben nicht mehr zusammen. Daher kann man die Scheiben dann auch gefroren einzeln entnehmen.

Tipp 5: Richtig Einfrieren – Kräuter und Gewürze in Eiswürfel Formen frosten!

Geputzter sowie geschnittener Knoblauch, gewürfeltete Zwiebeln, geputze Chili oder gehackte Kräuter friert man am besten in Formen für Eiswürfel ein. Dazu befüllt man die Formen mit den Zutaten. Dann gießt man Wasser auf und friert die gefüllten Formen ein. So kann man beim Kochen ganz einfach einige Zwiebel Eiswürfel in der Pfanne auftauen und anbraten. Auch würzen mit dem gefrosteten Chili, Knoblauch sowie Gewürzen ist so ganz einfach.

Kräuter tiefkühlen
Kräuter sowie Gewürze richtig einfrieren – und dann portionsweise aus Eiswürfelformen entnehmen

Das Beste zum Schluss: Die Früchte des eigenen Gartens tiefgekühlt lagern

Die Anschaffung einer sehr guten Gefriertruhe ist zwar recht teuer aber es lohnt sich. Durch Gefrieren lassen sich viele Früchte aus dem Selbstversorgergarten zudem über Monate bis viele Jahre lagern. Aber auch für verarbeitete Lebensmittel wie z.B. Suppe eignet sich das Frosten sehr gut. Für Selbstversorger ist das Frosten sowie richtig einfrieren ideal um auch im Winter die Gemüse des Sommers genießen zu können.

Lecker Gefrostetes wünscht euch das Selbstversorgerland! Bei Fragen sowie Anregungen freuen wir uns über deinen Kommentar.
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3 Kommentare

  1. Den Tipp mit den Backpapier habe ich direkt einmal ausgetestet. Sehr interessanter Ansatz, denn diese Gemüseklumpen sind echt nervig. Hat super funktioniert und macht keinen großen Aufwand. Dennoch bei größeren Mengen etwas zeitaufwendig könnte ich mir vorstellen.

    Trotzdem super Tipp. Danke.
    Werde auch mal versuchen Zwiebeln einzufrieren, Da die meist eh angebraten werden, könnte das echt eine super Idee zum Zeitsparen sein. (;

    Grüße

  2. Hallo, das Gemüse wird blanchiert, um Enzyme zu inaktivieren. Warum wird das/bzw. ähnliches nicht auch mit dem Obst z.b. Beeren gemacht? Wie hoch ist der Nährstoffverlust in Beeren oder anderm Obst beim Einfrieren/gefrohren sein pro Monat oder Jahr? Ist das Bekannt?
    Vielen Dank und schöne Grüße,
    Judith

    1. Hallo Judith, das man Obst/Beerenfrüchte vor dem Einfrieren nicht balanciert liegt unseres Wissens nach rein an der feineren Zellstruktur. Balanciert man z.B. Johannisbeeren, erwärmt sich der Saft in der Beere und dehnt sich aus. Die sowieso fragile Haut der Beere kann dann leicht platzen, reißen oder geschwächt werden. Beim anschließenden Frosten, dehnen sich die wachsenden und spitzen Eiskristalle ebenfalls aus und schädigen erneut die Haut der Frucht. Damit das nicht passiert glaciert die z.B. Industrie Beeren und empfindliche Früchte vor bzw. während des Einfrierens mit einer dünnen schicht aus Wasser, welche die Haut der Frucht/Beere schützt und zudem der Austrocknung durch Gefrierbrand vorbeugt. Frierst du makellose Früchte direkt nach der Ernte ein, ist der Nährstoffverlust vernachlässigbar gering. Mit den Jahren geht jedoch die Zellstruktur kaputt, was die Textur wesentlich und den Nährstoffgehalt leicht beeinträchtigt. Wir hoffen dir geholfen zu haben und wünschen dir viel Spaß deinen Früchten!

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