Rotkohl selber machen

Rotkohl selber machen – Winterliches & weihnachtliches Kohlgemüse

Rotkohl selber machen ist aufwendig, aber belohnt mit einem herrlich aromatischem Kraut. Rotkohl nennt je nach Region auch Blaukohl. In der Schweiz heißt er Rotkabis oder Blaukabis. Im Rheinland kennt man ihn als roter Kappes. Hier und da nennt man das rote Kohlgemüse auch Rotkraut oder Blaukraut.

Rotkohl selber machen – Von Rotkraut und Blaukraut

In anderen Regionen nutzt man die Bezeichnung Rotkraut jedoch nur für den aus dem Kohl zubereiteten Krautsalat. Den in Streifen geschnittenen, mit Flüssigkeit und verschiedenen Gewürzen eingekochten roten Kohl bezeichnet man jedoch verbreitet als Rotkohl.

Rotkohl selber kochen – Traditionell zu Sankt Martin und Weihnachten

Rotkohl selber machen
Mit hochwertigen, ursprünglichen Zutaten Rorkohl selber machen.

Rotkohl selber machen – Das kommt rein und so geht’s

Schwierigkeitsgrad: Herausfordernd
Zutaten:
1,2kg Rotkohl (geputzt ca. 1kg)
8 TL Urzucker
7 TL Salz
2 Karotten
2 Rote Zwiebeln
1 Schalotte
250ml Burgunder (oder trockener Rotwein nach Geschmack)
250ml Wasser
150g Rote Zwiebelmarmelade
40g Butter
50ml Essig
30ml Honig
3 Kapseln Kardamom
5 Nelken
2 Zimtstangen
6 Pimentkörner
6 Wacholderbeeren
1TL Schwarze Pfefferkörner
Etwas geriebene Muskatnuss
Zubereitungszeit: 45 Min.
Kochzeit: 90 Min.

Rotkohl selber machen – Nährstoffreich, aromatisch, lecker & gesund

Erntefrischer Rotkohl ist überaus gesund. Denn er ist reich an Vitamin C. Zudem enthält er viel Kalium, Calcium sowie Eisen. Dabei hat er lediglich 30 Kalorien pro 100g. Der im Rotkohl in großen Mengen enthaltene Pflanzenfarbstoff Anthocyanen gilt als Radikalfänger, soll das Immunsystem stärken und zudem entzündungshemmend wirken. Beim Rotkohl selber machen bleiben die  Vitamine und Nährstoffe erhalten.

Rotkohl selber machen – Aufwendig, aber der Geschmack entschädigt die Mühe

Rotkohl selber machen aus dem ganzen Kohlkopf macht man nicht mal eben nebenher. Es erfordert einen relativ großen Einsatz und zeitlichen Aufwand. Doch der unvergleichlich aromatische Geschmack entschädigt jede Mühe. Selbstgemachter Rotkohl ist mit dem aus Gläsern oder Plastikbeuteln aus dem Supermarkt nicht zu vergleichen. Denn er schmeckt ursprünglich. Aber behält trotz der zahlreichen Gewürze seinen natürlichen Kohlgeschmack. Zudem bewahrt man durch schonendes Garen die Textur. Dadurch hat der selbstgekochte Rotkohl ein festeres Mundgefühl als der totgekochte aus dem Beutel. Auch daher lohnt sich das Rotkohl selber machen.

Rotkohl selber machen
Rotkohl selber machen lohnt den Aufwand, denn er ist unbeschreiblich ursprünglich.

Rotkohl selber machen – Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Bevor man den frisch geernteten Kopf Rotkohl aus dem Selbstversorger Garten kochen kann, braucht es etwas Vorbereitung. Idealerweise trägt man bei der Vorbereitung des Rotkohls Latexhandschuhe, denn der rote Pflanzenfarbstoff im Kohl färbt sehr stark.

Rotkohl selber machen
Rotkohl selber machen geht am Besten indem man in sehr fein schneidet.

Rotkohl selber machen – Wie man es schon immer macht

Als erstes entfernt man die äußeren Blätter. Dann teilt man den roten Kappes in Viertel und schneidet den Strunk sehr großzügig heraus. Strunkreste verarbeitet man nicht, da sie Bitterstoffe enthalten, die man nicht im Rotkohl haben möchte. Nun schneidet man den Rotkohl mit einem sehr scharfen Messer in feine Streifen unterschiedlicher Länge. Wer mag, kann dafür auch einen Kohlhobel verwenden.

Rotkohl selber machen
Beim Rotkohl selber machen ist es wichtig das Kraut gut durchzuarbeiten bis es Saft abgibt.

Rotkohl selber machen – Echte Handarbeit

Die feinen Rotkohlstreifen werden nun portionsweise in einen Topf gegeben. Dann man fügt teelöffelweise braunen Urzucker und Salz hinzu. Der gezuckerte und gesalzene Kohl muss jetzt mit den Händen gut durchgearbeitet werden. Man vermengt den Kohl solange bis etwas Flüssigkeit aus ihm aus tritt und die Kohlstreifen allesamt feucht glänzend wirken.

Rotkohl selber machen
Saftig durchgearbeitetes Kraut ist die Grundlage vom Rotkohl selber machen.

Rotkohl selber machen – Die Mühe lohnt sich!

Portion für Portion wandert der gestreifte Kohl in den Topf. Dann zuckert und salzt mn ihn. Anschließend arbeitet man ihn mit der Hand durch, bis der ganze rote Kappes auf diese Weise verarbeitet ist. Im verschlossenen Topf ruht der Rotkohl aus eigener Herstellung jetzt für mindestens 3 Stunden. Es dürfen aber gern auch 4 bis 5 Stunden vergehen, bevor der Kohl weiterverarbeitet wird. Durch das gründliche durcharbeiten mit der Hand und das anschließende Ruhen wird der Kohl zart und sehr aromatisch. Daher sollte hier Gründlichkeit und Zeit vor Eile und Hasst gehen. Denn den perfekten Rotkohl selber machen braucht seine Zeit.

Rotkohl selber machen
Beim Rotkohl selber machen sorgt ein kräftiger Ansatz für ein schönes Aroma.

Rotkohl selber machen – Eine Schlacht der Aromen

Im zweiten Schritt kocht man den durchgearbeiteten und ausgeruhten Kohl in einem aromatisch würzigen Sud ein. Für diesen Kochsud werden rote Zwiebeln, eine Schalotte und Möhren feingehakt, in Butter angeschwitzt und mit Burgunder abgelöscht.

Rotkohl selber machen
Rotkohl selber machen mit Wasser und Wein.

Diesen Ansatz verlängert man mit 250ml Wasser, etwas Essig sowie Honig. Dann kocht man den Sud einmal kurz bei starker Hitze auf. Anschließend gibt man gemörserten Pfeffer und Piment sowie geriebenen Muskat und etwas Salz dazu gibt.

Rotkohl selber machen – Feine Gewürze und herber Kohl

Jetzt werden die ganzen Zimtstangen, Nelken sowie Wacholderbeeren beigefügt. Dann bekommt der Sud 5 Min. Zeit bei schwacher Hitze zu ziehen. Den fertig gekochten Sud gießt man nun über den vorbereiteten, durchgearbeiteten und ausgeruhten Rotkohl im zweiten Topf. Dann vermengt man den Kohl behutsam aber gründlich mit dem Sud.

Rotkohl selber machen
Rotkohl selber machen, mit herrlichen Gewürzen.

Rotkohl selber machen – Und behutsam kochen

Der Sud steht nun ca. ein Drittel bis zur Hälfte hoch im mit Kohl gefüllten Topf. Bei geschlossenem Deckel köchelt der Rotkohl nun bei niedriger Hitze für 60 Min. Dabei rührt man ihm alle 15 Min. behutsam aber gründlich um.

Rotkohl selber machen
Den angesetzten Sud zum Kraut geben und Rotkohl selber machen.

Rotkohl selber machen – Herrlich weihnachtlich!

Nach 60 Min. Kochzeit rührt man dann die Rote Zwiebelmarmelade löffelweise unter den aromatisch duftenden Rotkohl. Von nun an köchelt das selbstgemachte Blaukraut für weitere 30 Min. bei sanfter Hitze. Die Zimtstangen nimmt man jetzt aus dem fertigen Rotkohl heraus. Dann kann man ihn frisch, heiß und aromatisch verführerisch duftend servieren. Man kann ihn aber auch sofort zum Haltbarmachen in ein Einmachglas einkochen. An diesem köstlich weihnachtlichem Rotkohl Rezept hat man nicht nur in der Advent- und Weihnachtszeit seine Freude. Selbstgemachter Rotkohl schmeckt zu allen deftigen Gerichten und wird besonders gern zu Wild und anderem dunklen Fleisch gegessen.

Rotkohl selber machen – Die Zubereitung Schritt für Schritt

  • Rotkohl putzen, vierteln um gründlich vom Strunk befreien.
  • Dann die Kohl-Viertel in feine Streifen schneiden.
  • Die Kohlstreifen Portionsweise salzen, zuckern und sehr gründlich mit der Hand vermengen und durchkneten/durcharbeiten.
  • Komplett durchgearbeiteten Rotkohl im geschlossenen Topf mindestens 3 und bis zu 5 Std. ruhen und durchziehen lassen.
  • Für den Kochsud dann eine rote Zwiebel, Schalotte und Möhren schälen und fein haken.
  • Butter im Topf zerlassen und gehakte Zwiebeln, Möhren und Schalotte darin anschwitzen.
  • Mit Burgunder (oder anderem trockenen Rotwein nach Geschmack) ablöschen.
  • Dann Wasser, Essig, Honig zugeben und kurz bei starker Hitze aufkochen.
Rotkohl selber machen
Essig und Honig, sorgen beim Rotkohl selber machen für einleicht süßsaures Aroma.

Rotkohl selber machen – So gelingt der Weihnachtsrotkohl

  • Pfeffer und Piment fein mörsern und zusammen mit einem Teelöffel Salz und etwas geriebener Muskatnuss in den Sud geben.
  • Dann Hitze reduzieren, Zimtstangen, ganze Wacholderbeeren und Nelken beifügen.
  • 5 Min. bei schwacher Hitze köcheln und ziehen lassen.
  • Fertigen Sud über das vorbereitete Rotkraut geben und gut vermengen.
  • Dann bei niedriger bis mittlerer Hitze 60 Min. köcheln lassen und alle 15 Min. gut umrühren.
  • Nun löffelweise die Rote Zwiebelmarmelade unterrühren und für weitere 30 Min. bei sehr sanfter Hitze köcheln lassen.
  • herausnehmen.
  • Fertig ist das herrliche Blaukraut.
Rotkohl selber machen
Der Geheimtipp beim Rotkohl selber machen ist der Löffel Rote Zwiebelmarmelade!

Tipp 1: Rotkohl selber machen – Haltbar machen ist ganz einfach

Rotkohl haltbar machen ist einfach. Den frisch gekochten, noch heißen Rotkohl füllt man in ein unmittelbar zuvor kochend ausgespültes Einmachglas. Dann verschließt man es und stellt es für 5 Min. auf dem Deckel. Danach dreht man es wieder um und lässt es bei Raumtemperatur langsam auskühlen. So im Glas eingekochter Rotkohl hält sich im kühlen, dunklen Lagerkeller 12 bis 18 Monate. Im Kühlschrank hält er sich bei +4°C sogar einige Jahre.

Tipp 2: Apfelrotkohl selber machen

Mancher mag sehr süßen und mild gekochten Rotkohl. Für all jene bietet es sich an anstelle zweier Karotten, einen geschälten und gewürfelten Apfel im Rotkraut zu verkochen. Zudem den schwarzen Pfeffer ganz weglassen oder stark zu reduzieren. Wir mögen lieber sehr aromatischen Rotkohl, der auch eine gewisse Schärfe hat, die sehr gut zum roten Kappes passt. Aber natürlich sind viel milde Variationen denkbar. Häufig wird milder Apfelrotkohl mit sehr süßer Erdbeer- oder Johannisbeermarmelade noch süßer und milder gemacht. Auch andere Konfitüren und Marmeladen eignen sich um Rotkohl mehr Süße zu verleihen. Sehr gut passt zum beispiel Kürbismarmelade. Aber auch Hagebuttengelee und Brombeer Holunder Gelee eignen sich sehr gut um einen mild, süßen Weihnachtsrotkohl zu kochen. Beim Rotkohl selber machen kann man kreativ sein und sehr gut mit Aromen experimentieren.

Rotkohl selber machen
Rotkohl selber machen und genießen.

Tipp 3: Rotkohl selber machen – Vegane Vitaminbombe für den Winter

Lässt man die Butter zum weg und ersetzt sie durch etwas Sonnenblumenöl, ist Rotkohl ein wundervoller veganer Vitaminspender. Ein überaus köstlicher noch oben drein. Zudem ist fertig gekochter Rotkohl sehr gut im Einmachglas zu lagern und so sehr bequem und schnell zuzubereiten. Rotkohl selber machen geht also auch einfach vegan.

Das Beste zum Schluss: Essen

Zu weihnachtlichen Gerichten und zum klassischen Weihnachtsmenü gehört Rotkohl einfach dazu. Zur Sankt Martins Gans und zur Weihnachtsgans ist er eine Pflichtbeilage. Er passt zu jeder Art von dunklem Fleisch. Sein wundervolles Aroma ergänzt sich zudem sehr gut zu relativ neutralen Beilagen wie Kartoffeln, Kartoffelklöße und Pürees. Dazu passt ein trockener Rotwein ebenso gut wie ein herbes Bier.

Einen guten Appetit mit dem aromatisch weihnachtlich würzigen Rotkraut wünscht euch das Selbstversorgerland! Bei Fragen und Anregungen freuen wir uns über deinen Kommentar.
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1 Kommentar

  1. Ganz tolles Rezept. Der Rotkohl ist wirklich himmlisch geworden bei uns. Zwar viel Arbeit aber halt wirklich richtig toll!

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