Günstig kochen

Günstig kochen – war „früher“ Normalität

Heute eine Kunst, „früher“ Alltag, günstig kochen. Kaum jemand hat es erwartet, aber sparsames Kochen ist heute aktueller denn je. Inflation und Energiepreisexplosion zwingen viele Menschen dazu sich auf die Wurzeln des Kochens zu besinnen. „Früher war alles besser“ stimmt sicher nicht immer. Aber der technische Fortschritt und die moderne Küche haben viele Vorzüge gebracht, die man zu würdigen wissen sollte. Dennoch, „früher“ hat man nichts verschwendet! Eine Tugend die heutzutage eine Renaissance verdient.

Billig Kochen – bescheidene Gerichte, besser als man denkt

Billiges essen
Günstig kochen – mit regionalem Gemüse der Saison

Arme Leute essen, Bergmannskost, Bauernessen und Kriegsküche. Viele Begriffe für eine Sache, günstig kochen. Auf zahlreichen Portalen finden sich hunderte Ein Euro Rezepte. Wir wollen nicht die 101. Seite sein, die euch „Spiegelei auf Brot“ nahelegt. Auch nicht die, die euch „Spaghetti mit Pesto“ als tolles Sparrezept anpreit. Anstelle konkreter Sparrezepte möchten wir euch Grundsätzliches an die Hand geben, wie einfache, preiswerte Küche schon seit Jahrhunderten funktioniert.

Günstig kochen – regional und saisonal schlagen global

Oma`s Urgroßvater hat nur gegessen was in seiner Region verfügbar war. Es klingt banal und trivial. Doch die Essenz ist wesentlich. Esst nur was in eurer Region in der Aktuellen Saison verfügbar ist. So vermeidet ihr teure und umweltschädliche Transportwege. Apfel schlägt Mango. Zuckerrübe schlägt Avocado. Kartoffel schlägt Reis. So simpel ist es. Esst was man aktuell in eurer Region erntet! Denn es profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch euer Geldbeutel. Schwarzwurzel und rote Bete sind gesünder, regionaler und günstiger als Chiasamen und Avocado!

Günstig kochen – vertraue deiner Oma

Klingt abgedroschen und trivial. Aber, tue es. Vertraue deiner Oma! Denn „Früher“ war sparsames Kochen normal. Doch was genau hat die Oma gewusst was wir heute vergessen haben? Ganz einfach. Oma nutze nur Produkte aus der Region, in jeder Saison. Oma nutze zudem stets das ganze Tier und nicht nur das Filet. Sie hatte auch nur zweimal die Woche Fleisch. An den übrigen Tagen war die Küche vegetarisch! Sprich, Oma kochte modern. Moderner als viele Leute heute kochen!

Sparmsame Rezepte – Kochen wie „damals“

Brokkolisuppe selber machen
Günstiges Rezept – Brokkolisuppe mit Lauch

Es ist ganz einfach. Nutzt regionale Produkte der Saison. Verwende zudem das ganze Tier. Sprich, Innereien wie Leber und Herz gehören auf den Teller. Aber auch Die Beinscheibe oder der Ochsenschwanz. Was heute als „from nose to tail“ hip ist, war damals Standard. Nix kommt weg, man verwertet restlos alles was verwertbar ist. Das gilt natürlich auch für Gemüse. Urgroßmutter konnte es sich schlichtweg nicht leisten den Strunk vom Blumenkohl wegzuwerfen. Daher hat man aus ihm natürlich noch eine Blumenkohlsuppe gekocht. Nichts wegwerfen was man Essen kann. Das spart in der Küche am meisten!

Günstig Kochen – Sattmacher bevorzugen

Kohlenhydrate haben nicht mehr den besten Ruf. Aber einen Vorteil haben sie. Sie machen satt. Daher achtet man beim günstig Kochen darauf stets sättigende Beilagen zu verwenden. Kartoffeln Nudeln und Reis sind die Klassiker. Aber auch Brot, Mehl, Buchweizen, Gries, Polenta und Graupen sind vorzügliche Sättigungsbeilagen die gut in ein Sparrezept passen. Suppen lassen sich durch Zugabe von sättigenden Beilagen einfach zu Eintopfen verlängern. Eine Graupensuppe, mit Kartoffelstampf eingedickt, bringt den schwächsten Knecht wieder auf die Beine. Und einfache Griesklößchen, zur Frühlingssuppe gegeben, geben jedem geschassten Gärtner wieder Kraft.

Reis, nudeln, Kartoffeln Grundnahrungsmittel
Günstig kochen – mit sättigenden Beilagen

Günstig kochen -Alleskönner Hülsenfrüchte

Erbsen und Linsen sind die Klassiker der heimischen Hülsenfrüchte. Beide dienen nicht nur als Beilage, sondern sind Protagonisten von beliebten Suppen und Eintöpfen. Aber auch andere Hülsenfrüchte bieten sich an. Kichererbsen, Weiße -, Rote – und Schwarze Bohnen, Kidney-, Wachtel- und Saubohnen bieten sich an. Sie vereinen viele Vorteile. Getrocknet sind sie einfach und preiswert, ohne Kühlung gut Lagerfähig. Sie kosten zudem wenig. Dafür enthalten sie viel pflanzliches Protein. Und, sie machen satt. Sehr satt. Als das macht sämtliche Hülsenfrüchte zu idealen Zutaten zum günstig Kochen!

Günstig Kochen – Kohl und Kraut

Billig kochen rotkohl
Sparsam kochen – mit heimischem Kohl

Nicht umsonst nennen die Angelsaschen die Deutschen hier und da auch heute noch Krauts. Die Not in den Weltkriegen führte dazu, dass man hierzulande übermäßig viel Kohl gegessen hat. Weißkohl, Rotkohl, Spitzkohl, Wirsing, Grünkohl und Rosenkohl. Sie alle lassen sich gut anbauen. Zudem sind sie ertragreich und gut lagerfähig. Und, Kohl ein klassisches Wintergemüse. Einige Sorten kann man auch unter Schnee noch ernten. Zudem enthält Kohl viele Vitamine und Mineralien. Milchsauer eingelegt ist er verarbeitet gut haltbar, gesund und schmackhaft. Aber das ist noch nicht alles. Kohl ist unschlagbar billig. Aus all diesen Gründen darf Kohl nicht fahlen wenn es um günstig kochen geht!

Günstig kochen – unser täglich Brot gib uns heute

Günstig kochen Weißbrot selber backen
Günstig kochen Brot – elementare Grundlage des Lebens

Es ist so simpel. Brot lindert Not. Mehl, Hefe Wasser und Salz. Alles samt preiswerte Zutaten. Mehr kann ins Brot. Mehr muss aber nicht ins Brot. Auch in Zeiten enormer Teuerung kann man für gut einen Euro, ein Kilo Brot selber backen. Um die stark gestiegenen Energiekosten beim Backen etwas abzufedern, backt man einfach wie Uroma es von ihrer Mutter gelernt hat. Einmal in der Woche, für die kommenden sieben Tage und für die ganze Familie. Wer das Backwerk stets frisch mag, der wirft seinen Ofen entsprechend öfter an. Zudem bietet es sich an sehr sättigende Brote zu backen. Kartoffelbrot, Karottenbrot, Kürbisbrot und Rosinenbrot sind hier die Klassiker. Am Backtag kommen neben dem Brot auch Brötchen und Kuchen in den Ofen. Milchbrötchen und Dinkelbrötchen sind sehr preiswert. Zudem bietet sich ein Kürbiskuchen als sehr günstige Kuchenvariante zum günstig backen an!

Preiswert kochen – sättigende Gemüse

Kürbis und Zucchini Ernte
Günstig kochen – mit den Giganten des Gartens

Gemüse gilt als leichte Kost. Aber Gemüse kann auch richtig satt machen. Zum günstig kochen bieten sich verschiedene heimische Gemüse der Saison an. Ganz besonders der Kürbis. Ob Als Kürbispüree, Kürbispuppe oder Kürbissuppe, das heimische Schwergewicht füllt auch den größten Magen. Sommerlicher ist seine Verwandte, die Zucchini. Auch sie kostet wenig und bietet viel, auch über die klassische Zucchinisuppe hinaus. Ebenso die Aubergine. Sie macht satt und ist dabei leicht bekömmlich und gesund. Da Gemüse, im Vergleich zu Fleisch und tierischen Produkten erheblich günstiger ist, sollte man es stets bevorzugen.

Billig kochen – Energiearm kochen


Schon Oma’s Uroma wusste, Brennholz ist teuer. Das Schlagen, Spalten und Trocknen kostet Kraft, Zeit und Schweiß. Wohl dem, der mit wenig Brennholz eine deftig, warme Mahlzeit auf den Tisch bringt. Der einfachste Tipp zum Energiesparen beim Kochen ist, möglichst nur eine Feuerstelle bzw. Herdplatte zu nutzen. Sprich, Eintöpfe zu bevorzugen. Es gibt aber weitere Tipps die Strom und Gas Sparen beim Kochen helfen. Einmal 20 Eier zu kochen benötigt viel weniger Energie als zehn Mal 2 Eier zu kochen. Zudem lassen sich hartgekochte Eier auch sehr lange lagern. Ähnlich ist es bei Kartoffeln. 2 Kg Pellkartoffeln auf einmal zu kochen spart Energie. Die kalten Pellkartoffeln lagern im Kühlschrank viele Tage und können zu vielen Gerichten zugefügt werden. Ebenso Nudeln und Reis. Günstig kochen bedeutet auch mit möglichst wenig Energie zu kochen!

Sparsam Kochen – Restwärme nutzen

Abgedroschen aber auch hier erwähnt da höchst effizient. Restwärme nutzen! Kartoffeln gelingen gut wenn man sie nur kurz sprudelnd aufkocht. Dann dreht man die Flamme oder die Herdplatte für 10 Min. auf 1/3 Leistung herunter. Anschließend schaltet man die Wärmezufuhr ganz ab und lässt die Kartoffeln für 15 Min.in geschlossenen Topf gar ziehen. Hierbei sei nebenbei kurz erwähnt, dass der Deckel auf dem Topf bereits 30% Energie spart. Ergo, niemals ohne Deckel kochen. Ähnlich kann man viele andere Dinge unter Nutzung der Restwärme kochen und so Energie sparen. Anders hat es Urgroßmutters Oma auch nicht gemacht. Außer evtl. den Topf in Tücher einzuwickeln um die Wärme länger zu halten. Aber das geht heute einfacher.

Tipp 1: Günstig kochen – die Renaissance vom Schnellkochtopf

Ja, es erinnert an die Kindheit in den Achtzigern. Mutter mit Fönfrisur und Schulterpolstern am Schnellkochtopf. Aber das Sinnbild von spießiger Kleinbürgerlichkeit hat eine Renaissance verdient. Denn der Schnellkochtopf spart z.B. beim Garen von Kartoffeln gut 30% Energie. In Zeiten von Energieknappheit und Kostenexplosion ein wahres Sparwunder. Aber man muss auch sagen, dass der Schnellkochtopf sich vorwiegend eher zum Garen einfacher Speisen eignet. Auch einige Eintöpfe kann man in ihm noch sehr gut zubereiten. Aber da man während des Garens nicht umrühren kann, ist er für komplexere Gerichte wie zu Gulasch, nicht wirklich geeignet. Dennoch, durch die hohe Energieersparnis rechnet sich ein Schnellkochtopf schnell und leistet seinen Beitrag zum günstig kochen!

Tipp 2: Günstig kochen – Magnetismus spart bares Geld

Ein wesentlicher Kostenfaktor beim Kochen ist die aufzubringende Heizenergie. Moderne Technik hilft dabei Energie beim Kochen sparen zu können. Ein modernes Induktionskochfeld spart 20 bis 30% Energie, ggü. einem Cerankochfeld, einer elektrischen Herdplatte oder einem Gasherd. Gepaart mit einem Schnellkochtopf ist es möglich beim Kochen von Kartoffeln den Stromverbrauch um 50 bis 60 % zu reduzieren. Eine Investition die sich auszahlt. Zudem lässt sich ein Induktionskochfeld viel direkter und genauer regulieren als ein Cerankochfeld. Zur Energieersparnis kommt also noch der Gewinn an Komfort. Wer kann sollte mit dem Austausch nicht mehr lange warten. Denn so geht Energiesparen beim Kochen!

Tipp 3: Preiswert kochen – Grundnahrungsmittel

Nudeln selber machen
Nudeln selber machen – super einfach, spottbillig und sau lecker

Günstig essen bedeutet möglichst alles selber zu machen und verarbeitete Produkte zu meiden. Daher ist es sinnvoll immer einen Vorrat an Grundnahrungsmitteln im Haus zu haben. Trockenhefe, Mehl, Eier, Milch, Butter, Zucker und Salz, sind eine solide Basis. Daraus kannst du Brot, Brötchen, unzählige Pasta Varianten, Kuchen und Mehlspeisen bereiten. Alles samt sehr günstige Lebensmittel. Zudem solltest du stets Kartoffeln, Zwiebeln und Reis, sowie getrocknete Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Linsen und Kichererbsen da haben. Zudem Speiseöl, Pfeffer, Bulgur und Couscous. Mit diesen Zutaten kannst du etliche schlichte und günstige Gerichte auf den Tisch bringen die Mägen füllen und satt machen. Das geht vom Eierpfannkuchen und Bratkartoffeln, über Humus und Bohneneintopf, bis zur veganen Linsen-, Zwiebel oder Kartoffelsuppe. Mit diesem Grundstock in der Speisekammer lassen sich unzählige Gerichte und Lebensmittel selber machen!

Tipp 4: Sparsam kochen – Wochenplan hilft Euros sparn

Wir wissen, ein Wochenplan beim Kochen ist ähnlich beliebt wie ein Haushaltsbuch. Doch wenn es um günstig kochen geht, wirkt ein Wochenplan Wunder. Schreib dir einfach auf was du an jedem Wochentag für die Familie kochen möchtest. Schreibe dir die nötigen Zutaten inkl. der ungefähren Preise dazu. Denn tust du das, dann siehst du sofort das Kartoffeln mit Kräuterquark günstig ist. Du siehst auch, dass Hähnchenbrust mit Salat gut das Sechsfache kostet. Vergleich macht reich. Also, schreibe dir einen Wochenplan. Und notiere die ungefähren kosten für die Zutaten dabei. Dann siehst du ganz genau welches Essen wirklich günstig ist und wofür du mehr kalkulieren musst.

Tipp 4: Günstig kochen – aus dem eigenen Garten

Kartoffeln aus dem eigenen Garten kosten quasi nichts. Ebenso der Salat, der Lauch, die Zwiebeln und der Knoblauch. Nichts ist günstiger, und zugleich wertvoller, als die eigenen, selbst produzierten Lebensmittel. So trägt der Selbstversorgergarten seinen Teil zum günstig kochen bei. Gilt übrigens auch im Kleinen. Auch der kleine Kräutergarten auf dem Balkon spart bare Münze!

Das Beste zum Schluss: Sparsam Essen – schmeckt! wirkt

Es geht nicht um Verzicht. Beim günstig Kochen geht es um nachhaltiges Wirtschaften. Eine Tugend die für Oma`s Urgroßmuttern Alltag war! Regionale und saisonale Zutaten stets bevorzugen. Energiesparen beim Kochen durch Schnellkochtopf und Induktionsherd. Heimische Gemüse verwenden. Mit Hülsenfrüchten kombinieren. Wenig Fleisch essen und nichts wegwerfen. Das gilt ebenso für Gemüse. Jeden Teil verwenden. Das ist der Schlüssel zum Erfolg wenn es um günstig Kochen und energiesparend Essen geht!

Produkt-Tipps: Sparsam Essen
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