Brombeeren anbauen – Vitaminbomben aus dem eigenen Garten

Brombeeren (lat. Rubus sectio Rubus) sind streng genommen Verwandte der Rosen und bilden eine Gattung innerhalb der Familie der Rosengewächse.

Brombeeren anbauen – Kletterpflanze mit Superfrüchten

Beliebt und bekannt ist die Brombeere natürlich für ihre schmackhaften, dunkel roten, fast schwarz wirkenden Beeren. Der Brombeerstrauch ist eine kletternde Pflanze die zweijährige Triebe ausbildet. Triebe des einen Jahres überstehen den Winter. Sie bilden dann im folgendem Frühjahr Blüten aus. Diese reifen dann zu den leckeren, den vitamin- und mineralstoffreichen Beeren heran. Triebe, die im Jahr Früchte getragen haben, sterben im folgenden Winter.

Brombeeren – Heimische Vitaminbomben

Die Staude bildet im kommenden Jahr neue Triebe, welche die abgestorbenen ersetzen. Die Früchte der Beeren strotzen nur so vor wertvollen Inhaltsstoffen. Neben einem extrem hohen Vitamin C Gehalt sind sie sehr reich an Vitamin A, E & der B-Gruppe.

Brombeeren anbauen – Im Überblick

Schwierigkeitsgrad: Leicht
Ort: Garten, Freiland, Wildwachsend
Aussaat: Im Frühjahr ab Februar im Frühbeet möglich
Vermehrung: Durch Ableger/Ausläufer und Stecklinge
von Mai bis September sehr einfach möglich
Ernte: Juli – September

Brombeeren – Auf der Goldwaage

Das der Strauch eng mit den Rosen verwandt ist, kann man leicht erkennen. Daran, dass die Triebe mit ihren starken Dornen denen der Rosen ähneln. Brombeeren, also die Früchte des Strauchs sind aber streng genommen keine Beeren. Denn sie sind ähnlich den Hagebutten, also den Rosenfrüchtenm, Sammelsteinfrüchte. Doch ungeachtet der botanischen Besonderheiten und der wertvollen Inhaltsstoffe ist das Bemerkenswerte an Brombeeren ihr unvergleichbar aromatischer und köstlicher Geschmack.

Brombeeren
Brombeeren – herrlich aromatische & heimische Wildpflanzen

Brombeeren – Wilde und ertragreiche Schönheit

Die Brombeere wächst in ganz Deutschland auch wild. Besonders an Wald- und Feldrändern, aber auch in verwilderten Hecken, findet man im Spätsommer reichlich köstlich reife Brombeeren. Heute ist die Brombeere ein, nicht nur in Selbstversorger Gärten weit verbreiteter Obststrauch. Dafür gibt es viele Gründe. Neben dem herrlichen Geschmack und den gesunden Inhaltsstoffen ist für den Siegeszug der Brombeeren noch etwas ausschlaggebend. Man muss den Brombeerstrauch zudem so gut wie nicht pflegen. Brombeeren sind extrem robuste, sehr anspruchslose und somit sehr unkomplizierte und pflegeleichte Obststräucher!

Brombeeren anbauen – Am besten aus jungen Pflanzen und aus Ablegern

Es ist natürlich möglich Brombeeren aus Samen aufzuziehen. Allerdings ist die Vermehrung aus Ablegern wesentlich einfacher. Brombeeren sind zudem sehr Wuchsfreudig und bilden ohne weiteres Zutun regelmäßig Ableger aus. Haben diese Ausläufer bereits Wurzeln geschlagen, kann man sie einfach in ca. 30 bis 40cm Länge von der Pflanze abschneiden. Dann vorsichtig ausgraben.

Anschliessend den neuen kleinen Strauch in einen Topf mit Erde oder direkt an einen neuen Ort im Freiland pflanzen. Den Boden gräbt man vor dem Pflanzen tief durch. Zudem reichert man ihn mit Kompost oder an. Auch etwas Laub im Pflanzloch mag der junge Strauch.

Brombeeren anbauen – Spalierstehen für üppige Erträge

Als Pflanze, die gern rankt und klettert profitiert die Beere enorm davon, wenn sie eine hat. Ein geeignetes Brombeer Spalier selber bauen ist simpel. Man stellt mindestens zwei mannshohe Pfosten auf und spannt zwischen ihnen 4 bis 7 Querdrähte. An diese Drähte leitet man die Brombeertriebe. Man befestigt sie mit Draht, sodass die Triebe fächerförmig am Spalier hoch ranken können. Man erhält pro Strauch allerdings nur die 6 bis 9 stärksten Triebe. Alle weiteren Triebe, die sich bilden, hält man konsequent kurz, sodass sie nicht mehr als 3 bis 5 Knospen bilden. Diese Triebe dienen dazu im folgendem Jahr zu Trieben zu werden die Früchte tragen. So erhalten sie besonders viel Licht und danken es mit üppigen Erträgen. Nach der Ernte schneidet man die Triebe gänzlich ab.

Bewährte Sorten:
Theodor Reimers Reuben Big Max XXL
Dornenlose Sorten:
Brombeeren anbauen – Zur richtigen Zeit am richtigen Ort
Halbschattiger Standort
Vor starkem Wind und Regen geschützt
  • Anziehen aus Samen ist ab Februar an der Fensterbank oder im geschätzten Frühbeet möglich.
  • Vermehrung über Stecklinge, Ableger und Ausläufer ist wesentlich praktikabler.
  • Brombeeren sind leicht zu vermehren und bilden viele Ausläufer!
  • Der Strauch bildet rankende Triebe aus, die man zur Optimierung des Ertrages idealerweise an einem Spalier erzieht.
  • Als Waldpflanze liebt die Brombeere den Halbschatten!
  • Brombeeren sind robust und genügsam. Als Obststrauch benötigen sie nur wenig Pflege, so gut wie keine Düngung und nur seltene Bewässerung.
  • Triebe sind zweijährig. Das heißt ein Trieb trägt erst im zweiten Jahr Früchte und stirbt im kommenden Winter ab. Triebe die in diesem Jahr Früchte getragen haben werden nach der Ernte bis auf den Boden zurück geschnitten.

Tipp 1: Brombeeren – Lassen sich gut einfrieren

Brombeeren einfrieren ist die einzige praktikable Art die außerordentlich empfindlichen Früchte unverarbeitet haltbar zu machen. Dabei muss man beachten keine überreifen Früchte zum Tiefkühlen auszuwählen. Die Früchte sollten noch relativ fest und absolut unversehrt sein. Damit die Früchte nicht zerquetschen und ihre Form behalten, ist es zwingend nötig die Beeren abzuwaschen. Sie dann anschließend abtropfen zu lassen und sie dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech in der Gefriertruhe einzufrieren. Nach 12 bis 24 Stunden sind die Beeren hart gefroren. Dann kann man sie in eine verschließbare Dose umgelagern und weiter frosten. Auf diese Weise gefrostete Beeren sind bis zu 24 Monate bei minus 20°C haltbar.

Tipp 2: Brombeeren anbauen – Und Brombeertee selber machen

Brombeertee ist lecker und lässt sich aus den Blättern des Brombeerstrauches selber machen. Dafür pflückt man frische Blätter und lässt sie über Nacht welk werden. Dann wäscht man sie, und mörsert die feuchten, welken Blätter klein. Nun wickelt man die sie fest in ein feuchtes Geschirrtuch. Idealerweise so das keine Luft mehr im Wickel ist. Die Enden der Wickelrolle bindet man stramm zu und lagert den Wickel 3 bis 4 Tage an einem warmen Ort. Man kontrolliert den Wickel morgens und abends. Wirer zu trocken, muss man ihn befeuchten. So fermentieren die Blätter und entwickeln ein leichtes aber wahrnehmbares Rosenaroma. Man kann die feuchten und frisch fermentierten Blätter direkt mit heißem Wasser überbrühen. Dann 8 Minuten ziehen lassen um einem Brombeertee zu kochen. Es ist auch problemlos möglich, die fermentierten Blätter zu trocknen. Aber auch zu dörren und so sehr lange haltbar und gut lagerfähig zu machen.

Tipp 3: Eigenes Brombeergelee und Brombeermarmelade – Ein Muss für Selbstversorger

Es gibt kaum etwas schmackhafteres als Brombeergelee aus den eigenen, erntereifen Brombeeren. Zudem ist die beste Methode Brombeeren lange haltbar zu machen, sie zu Gelee oder Marmelade zu verarbeiten. Es gibt unzählige Rezepte um aus den Beeren einen süßen Brotaufstrich zu kochen. Wir empfehlen unser liebstes Rezept – das Brombeer Holunder Gelee.

Tipp 4: Brombeeren sammeln kann man auch ohne Garten

Da die Beeren überall in Deutschland stark verbreitet sind, kann man sie auch ohne eigenen Garten reichlich ernten. Wildwachsende Brombeeren findet man bevorzugt an im Wald und an den Waldrändern. Aber auch verwilderte Hecken und an Feld- und Wiesenrändern findet man die heimischen Wildfrüchte. Früchte die nahe am Boden hängen, sollte man jedoch meiden. In einigen Regionen könnten sie mit Larven des Fuchsbandwurmes verunreinigt sein, denn auch der Fuchs mag die Beeren. Beeren aus dem unteren Bereich der Pflanzen sollte man vor dem Verzehr abwaschen. Dann kann man sie ohne Bedenken essen oder verarbeiten.

Tipp 5: Dornige Brombeeren frieden ganz natürlich ein

Zäune und Hecken eigenen sich gut um dort Brombeeren anzubauen und sie sich selbst zu überlassen. Positiver Nebeneffekt, die robusten Triebe und deren spitze Dornen sind im Sommer wie im Winter nahezu undurchdringlich. Sträucher mit Dornen sind eine Art natürlicher Stacheldraht! Daher eignen sie sich um Grundstücke einzufrieden und dienten früher sogar dazu Weiden zu umzäunen.

Das Beste zum Schluss: Die Ernte

Brombeeren kann man von Ende Juli bis Mitte September ernten. Frühe Sorten, die an einem Spalier wachsen und ideale Bedingungen haben, reifen im warmen Klima schon ab Ende Juni. Erntereife Brombeeren schmecken direkt vom Strauch, als Gelee und als selbstgemachtes Eis. Aber auch in Torten, Kuchen, Shakes, als Saft, Sirup, Likör, mit Joghurt und in unzähligen anderen Variationen.

Fruchtige Brombeeren vom eigenen oder vom wilden Strauch wünscht euch das Selbstversorgerland!
Produkt-Tipps: Beeren

Brombeere ‚Black Satin‘ – Rubus fruticosa ‚Black Satin‘ – Stachellos


Features:
  • Insektenfreundlich: Ja, Standort: Sonnig,Halbschattig, Wuchshöhe: bis 2 m, Blütezeit: Jul, Erntezeit: Aug,Sep,Okt,
  • Blütenfarbe: Weiss,
  • Diese dornenlose Brombeere hat große, aromatische, saftige Beeren. Erntezeit ist zwischen August und Oktober an allen zweijährigen Trieben. Die Brombeere verträgt einen trockenen bis leicht feuchten Boden. Black Satin ist eine sehr gute, robuste und bewährte Sorte.
  • Liefergroesse: Pflanze im 2-Liter-Topf:Topfware – Eine ganzjähige Pflanzung ist möglich

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