Insektenhotel

Insektenhotel – Insektenschutz & Naturschutz für jeden Garten

In jeden noch so kleinen Garten macht ein Insektenhotel Sinn. Seit Jahren erleben wir ein breites Insektensterben. Seit den 1970 Jahren hat sich die Zahl der fliegenden Insekten in einigen Regionen um 90% reduziert. Insekten sind jedoch ein wesentlicher Bestandteil der Flora und Fauna. Sie sind zudem ein wichtiges Glied in der Nahrungskette heimischer Tiere. Darüber hinaus leisten sie unersetzbare Dienste bei der Bestäubung von Pflanzen. Kurz, Insekten sind Artenvielfalt und sie sorgen für eine breite Bio Diversität. Daher ist der Schutz von Insekten enorm wichtig. Wenn auch nur im Kleinen, mit einem Insektenhotel.

Insektenhotel groß oder klein – Beides macht Sinn

Beim Schutz von Insekten spielt es keine Rolle ob ein Insektenhotel groß oder klein ist. Wichtig ist nur das je eines in möglichst allen Gärten vorhanden ist. Denn es leistet den Insekten wichtige Dienste. Es dient als Unterschlupf. Als Rückzugsort, als Nest und Gelege. Das ist wichtig, da sich der natürliche Lebensraum der Insekten immer stärker veringert. Ein Insektenhotel, ganz gleich welcher Größe, bietet heimischen Insekten ein Refugium. Das fördert die Bio Diversität und ist aktiver Naturschutz!

Bienenhaus
Ein kleines Bienenhaus passt auf jede Fensterbank & schafft wichtigen Lebensraum für Wildbienen

Insektenhotel Standort – Wohin mit dem Insektenhaus

Ein macht immer Sinn, egal wo es steht. Einige Dinge sollte man jedoch beachten damit die Mieter schnell einziehen und lange bleiben. Also, Insektenhotel wo aufhängen? Oder, Insektenhotel wo aufstellen? Am wichtigsten ist das es vor Regen geschützt ist. Ein großes Insektenhotel hat meist ein eigenes Dach. Ein kleines Insektenhaus stellt oder hängt man z.B. unter einen Vorsprung eines Daches. Bzw. unter einen Balkon oder an einen anderen trockenen Ort. Ideal ist ein sonniger Ort. Er sollte nah an blühenden Pflanzen liegen. Sehr gut ist ein Standort an einem kleinen Teich oder Biotop. Doch auch auf dem Balkon macht ein Insektenhotel Sinn. Hier sollte man möglichst lockende Pflanzen wie Tagetes und Sonnenblumen nahe am Insektenhotel pflanzen.

Insektenhotel füllen – Das gehört hinein

Ein Insektenhotel ist im Grunde nichts weiter als ein Rahmen aus Holz. In diesen stellt man verschiedene Materialien aus der Natur zum Ruhen und Nisten zur Verfügung. Bewährt haben sich als Füllung z.B. und totem Holz zwischen zwei Gittern. Aber auch , Röhrchen aus Pappe sowie , und Reisig. Zudem eignen sich und . Gelochte Ziegel als Halterung für Schliff und Reisig, sowie gelochtes Holz gehört ebenso in jedes Insektenhotel. Größere Hohlräume zwischen den einzelnen Materialien und Gefachen, füllt man mit Zapfen, Bambus, Schilf, oder ähnlichem aus. Einige Insekten suchen in der Nacht Schutz vor Räubern wie z.b. Fledermäusen. Für die Nachtruhe bieten sich besonders Röhren und tiefe Bohrungen vom 10mm und mehr an. Für einige Bewohner benötigt das Insektenhotel jedoch besondere Zimmer zum Nisten und Brüten.

Großes Insektenhotel
Das große Insektenhotel bietet alles was zur Brut gebraucht wird. Löcher in den wärmenden Ziegeln halten Schilf & Reisig. Auch Lehm Elemente speichern Wärme.

Insektenhotel Bienen – Mehr als Honig

Bienen sind seit Jahren stark gefährdet. Das betrifft die Honigbienen der Imker, aber auch die Wildbienen. Da Bienen die wichtigsten Bestäuber von Kultur- und sind, ist das Bienensterben dramatisch. Ohne die Bestäubungsleistung der Bienen gibt es keine Früchte. In vielen Ländern Asiens bestäuben Menschen mit Pinseln die Bäume auf Obstplantagen. Denn Bienen gibt es dort durch die Verschmutzung der Umwelt nicht mehr. Um solche Zustände hier zu vermeiden ist besonders der Schutz der Wildbienen wichtig. Hier kann jeder etwas tun! Ganz gleich ob im Selbstversorger Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon.

Insektenhotel – Ein Bienenhaus aus Holz gehört immer dazu

Ein ist meist ein Bestandteil vom Insektenhotel. Es dient verschiedenen Wildbienen als Nisthilfe. Besonders die Solitärbienen profitieren von einem Bienenhaus. Das ist nichts weiter als Hartholz in das man tiefe (8 bis 10 cm), jedoch nicht durchgängige(!) Löcher bohrt. Die Löcher müssen verschiedene Durchmesser haben. Löcher mit 2 bis 10mm machen 2/3 der aller Löcher aus. Löcher mit bis zu 6mm  nur 1/3. Größere Löcher benötigt man lediglich wenige. Sie dienen nicht zur Brut sondern der Nachtruhe einiger Insekten.

Insektenhotel Material – Hartholz ist das Material der Wahl

Es ist unbedingt nötig Hartholz zu verwenden! Denn an den feinen Splittern von Weichholz verletzten sich die Bienen. Ein Bienenhaus aus hartem Holz ersetzt für viele wilde Bienen das heute nur noch selten vorkommende Totholz im Wald. Die Bohrungen im Bienenhaus ähneln den Fraßgängen von Larven in alten Stämmen. Da gerade sehr bedroht sind, baut man in jedes Insektenhotel auch ein Bienenhaus. Man kann ein Bienenhaus aus Holz aber auch separat aufstellen oder aufhängen. Eine etwas andere Art von Bienenhaus benötigt die Mauerbiene.

Biene auf Tagetes
Insekten lieben Blüten & nicht nur diese Tagetes zieht Bienen magisch an

Insektenhotel – Ein Bienenhaus aus Stein für besondere Gäste

Selten geworden sind die Mauerbiene und die Löcherbiene. Beide richten ihr Gelege in porösem Stein und Lehm ein. Jedoch sind löchriges Gestein oder harter, löchriger Lehm selten geworden. Mit dem schwindendem Lebensraum sind auch die Mauerbienen selten geworden. Um der Löcherbiene, der Grabwespe und der Mauerbiene eine Nistmöglichkeit zu bieten, baut man gelochte Ziegel in das Insektenhotel ein. Es eigent sich jedoch auch Porenbeton in welchen man viele tiefe, jedoch nicht durchgehende, Löcher bohrt. Die Löcherbiene verschließt ihr Gelege mit Baumharz. Die Mauerbiene das ihre mit einem Deckel aus Lehm. Daher erkennt man gut in welchen Gängen sich die Brut befindet.

Insektenhotel Ausrichtung – Einfach irgendwo hinstellen klappt nicht

Die meisten Insekten lieben Wärme. Daher muss man das Insektenhotel nach Süden ausrichen. Zudem macht das Licht der Sonne einige Insekten aktiver. Das führt dazu, dass ein Insektenhaus in sonniger Lage besser angenommen wird als eins im Schatten. Ein warmer, sonniger Ort für das Insektenhotel hilft auch der Brut. Denn durch die Wärme entwickelt sie sich im Frühjahr besser. Damit die viel Wärme speichert, baut man einige gelochte Ziegel, Flächen aus Lehm oder Steinen ein. Man muss beachten das die meisten Insekten die Löcher in Ziegeln nicht als Nistplatz nutzen. Die Löcher dienen dazu Material zum Nisten, wie Schilf oder Bambus, zu halten! Nur einige Mauerbienen brauchen kein Material in den Löchern.

Bienenhotel Ausrichtung – Volle Sonne wenig Regen bitte

Der perfekte Aufstellort für die Brut- und Nisthilfe ist zudem vor Regen geschützt. Ein muss über ein eigenes Dach mit einem weiten Dachüberstand verfügen. Kleine Nisthilfen hängt man vor Regen geschützt an Hauswänden unter dem Überstand des Daches auf. Ob groß oder klein, ein muss man nicht kaufen. Man kann das Insektenhotel selber bauen.

Insektenhaus
Sonne & Wärme sorgen für eine erfolgreiche Brut

Insektenhotel – Muss den Bewohnern Schutz bieten

Insekten haben viele natürliche Feinde. Die mit Abstand ärgsten Feinde der Insekten sind die Vögel. Wobei Insekten die wichtigste, natürliche Nahrung für heimische Vögel sind. Aber man sollte Vögel davon abhalten die Brut im Insektenhotel als Futterbar zu betrachten. Deshalb stellt man das Insektenhotel nie direkt neben einem Futterhaus für Vögel auf. Sehr effektiv gegen Vögel, besonders gegen Meisen und Spechte, ist es ein Gitter aus Draht vor das Insektenhotel zu montieren! So ist die Brut der Bewohner sicher vor natürlichen Feinden.

Schutzgitter Insektenhaus
Draht bietet der Brut Schutz vor pickenden Vögeln wie Meise & Specht

Insektennisthilfe – Insektenhotel selber machen

Wer ein wenig Geschick hat kann ein Insekten- oder Bienenhaus leicht selber bauen. Einen Insektenhaus Bauplan mit allen wichtigen Infos findet man beim Projekt Wildbienenschutz. Es bietet sich eine ganze Auswahl an und für jeden ist der richtige Insektenhotel Bauplan dabei. Ein Insektenhotel selbst bauen geht auch bequemer. Mit einem . Doch wer die Grundsätze beachtet kann aber auch kreativ an die Aufgabe gehen und frei, aus vorhandenen Materialien bauen.

Bienenhaus
Schlichtes, robustes Wildbienenhaus mit harten, heimischen Hölzern wie Pflaume, Apfel, Birne, Birke und Eiche.

Insektenhotel selbst bauen – Was man unbedingt beachten muss

Wer ein Insektenhotel selber bauen möchte muss besonders darauf achten das richtige Holz zu verwenden. Damit das Insektenhotel viele Gäste hat und für diese auch sicher ist, verwendet man nur nicht behandeltes Hartholz. Denn weiches Holz hat spitze, splitterige Fasern die besonders wilde Bienen an den Flügeln verletzen. Zudem muss das Holz absolut trocken sein. Es darf gern Risse habe. Aber es darf nicht weiter nachtrocknen, schrumpfen und reißen. Denn spätere Risse können die Brut töten. Dasselbe gilt für Anstriche, Farben, Lacke und Lasuren. Anstriche verwendet man nur für die Pfosten, den äußeren Rahmen und die Teile des Daches. Die Fächer selber sollen nur aus nicht behandeltem Holz bestehen.

Bienenhaus Solitärbiene
Das Bienenhaus bietet auch seltenen Gästen einen Unterschlupf

 Insektenhotel Umgebung – Diese Pflanzen bieten Insekten einen guten Lebensraum

Im Grunde ist es mit der idealen Umgebung für das Insektenhotel ganz einfach. Alle Pflanzen locken Insekten an. Besonders blühende Pflanzen und selbst solche die Insekten zur Bestäubung nicht benötigen. Wichtig ist jedoch keine Monokulturen zu Pflanzen, sondern eine vielfältige Flora zu bieten. Das geht auch im Gemüsebeet. Denn Pflanzen mit sehr großen Blüten wie z.B. Kürbis und Zucchini bilden ihre riesigen Blüten nicht ohne Grund. Sie sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Ihre Prächtigen Blüten dienen nur einem Zweck, so viele Insekten wie nur möglich anzulocken. Daher dürfen diese Pflanzen in der Nähe vom Insektenhotel nicht fehlen. Aber auch Pflanzen mit weniger opulenten Blüten, wie z.B. Kartoffeln, Tomaten, Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren und Paprika locken Insekten an. Eine geradezu magnetische Anziehung auf Bienen üben Sonnenblumen und Tagetes aus. Obstbäume wie , , Pflaume und Pfirsich tragen ebenso dazu bei das Umfeld vom Insektenhotel attraktiv zu gestalten.

Insektenhotel  – Was man sonst noch Gutes tun kann.

Zudem ist es sehr sinnvoll eine kleine zu säen und sich selbst zu überlassen. Bereits ein kleines Refugium von 5 bis 10m2 sichert vielen Arten das Überleben. Selbst Kübel auf dem Balkon mit helfen vielen Bedrohten Insekten. Man kann also auch auf kleinsten Raum etwas für die Insekten tun.

Das Beste zum Schluss – Seinen Teil zu Insektenschutz beitragen

Das tolle an einem Insektenhotel ist, dass es wirklich allen nutzt. Die Insekten profitieren direkt durch Versteck und Nistplätze. Die Artenvielfalt im Garten profitiert dadurch direkt. Aber auch indirekt. Denn die Vögel im Garten verfügen mit mehr Insekten, auch über mehr natürliches Futter. Zudem bekämpfen viele Insekten Schädlinge wie Blattläuse und Weiße Fliege. Marienkäfer fressen z.B. Massenhaft Blattläuse. Durch die Artenvielfalt und viele, durch Insekten angelockte Vögel wie z.B. Meisen, verringert sich auch die Zahl der Raupen welche sich am Gemüse laben. Denn ein einziges Paar Meisen frisst pro Saison bis zu 10.000 Raupen aus ihrer direkten Umgebung. Somit ist eine im Selbstversorger Garten eine Bereicherung für alle Bewohner des Gartens.

Einen lebendigen Garten voller heimischer Insekten wünscht euch das Selbstversorgerland!
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