Holunder

Holunder & Holunderbeeren – Heimische Wildbeere mit Tradition

Holunder (lat. Sambucus nigra) wächst in Nordeuropa wild. Er ist nicht selten und an vielen Wegrändern zu finden. Zudem hat man ihn häufig nahe an Hauswänden gepflanzt. Durch den geschützten Standort gedeiht der Holunder hier prächtig. Lange Zeit hat man der heimischen Pflanze kaum Beachtung geschenkt. Früher war er jedoch sehr wichtig um ihn im Herbst für schmackhafte Säfte, Gelees und Tees zu ernten. Heute ist Holunder wieder in aller Munde. Zurecht wie wir finden.

Holunder – Gesunde, saftige beerenfrucht

Es gab und gibt viele Gründe einen Holderstrauch im Garten zu haben. Ein wichtiger Grund ist seit jeher, dass seine großen Blütendolden bestäubende Insekten wie Bienen und Hummeln in den Garten locken. Auch optisch machen die schönen Holunderblüten etwas her. Doch das ist lange nicht alles. Die Blüten kann man trocknen und als Holunderblütentee genießen. Lässt man sie ausblühen, erntet man hingehen die dunkelroten, bläulich bis schwarzen Holunderbeeren. Man kann sie zu Holundersaft kochen aber auch herrliche Gelees daraus bereiten.

Holunder sammeln – Vielseitig verwendbar und unendlich wertvoll

Die vielfältige Holunderbeere ist reich an Vitamin A, B und C. Zudem enthält sie viel Invertzucker. Das hat die heimische Beere in vergangenen Zeiten sehr wertvoll gemacht. Zudem wird sie im bis in den späten Herbst hinein geerntet. Die Beeren bieten sich also an sie zu einem vitaminreichen Wintervorrat zu verarbeiten. Der eingekochte Holundersaft hat damals so manche Bauernfamilie auch in schlechten Zeiten mit Vitaminen versorgt. Auch das Gelee ist geeignet um es über den Winter einzulagern. Ein heißer Holunderblütentee ist heute wie damals ein wärmender Begleiter an einen kalten Wintertag.

Holunderbeeren Wildfrüchte
Holunderbeeren – heimische Wildfrüchte des Holunder

Holunder anbauen – Anpflanzen, Pflege, Vermehrung und Schnitt

Pflanzt man einen Holunderstrauch neu ein, sollte man einen geschützten Standort direkt an der Hauswand wählen. Der Strauch ist zwar anspruchslos, jedoch profitiert er sehr von nährstoffreichem Boden. Dasselbe gilt für regelmäßige Wässerung. So versorgt dankt es der Strauch mit einer üppigen Ernte an Holunderbeeren. Die abgeernteten Zweige schneidet man stark zurück. Der Strauch ist trieb stark und bildet im folgenden Jahr neue ertragreiche Triebe. Möchte man den Holunder vermehren, gelingt dies am besten über Stecklinge. Dazu im Frühjahr frische Triebe herausschneiden und auf einem Topf mit feuchter Anzuchterde bewurzeln. Die bewurzelte Pflanze kann man dann im Frühsommer in den Garten pflanzen.

Holunder anbauen – Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Geschützter, sonniger Standort
Mit Kompost und Hornmehl düngen
Anspruchslos und pflegeleicht

Holunder – Was man Wissen muss

  • Alle grünen Teile des Holunder sind ungenießbar bis leicht giftig. Daher, niemals Blätter oder Zweige des Holunder verarbeiten!
  • Holunderbeeren immer kochen bevor man sie verzehrt oder weiter verarbeitet. Denn roh sind sie schwer verdaulich und könnten zu Übelkeit führen. Holunderbeeren daher niemals roh verzehren.
  • Reich am Vitamin A, B, C und Invertzucker.
  • Nach der Ernte der Beeren die abgeernteten Triebe stark zurückschneiden.
  • Schwache und schlecht platzierte Triebe kann man bedenkenlos stets herausschneiden.
  • Holunderblüten sind essbar. Die essbaren Blüten des Holunder sehen fantastisch als essbare Deko auf Salaten aus. Sie eignen sich auch gut für eine herrliche Blütenbutter.

Holunderbeeren ernten – Im Garten oder Wild

Man erntet die Beeren sobald sie sich dunkel rot bis blauschwarz gefärbt haben. Zudem sollen sie sich leicht von den Stängeln der Dolde lösen lassen. Dann sind die Beeren ideal gereift. Die Holunderbeeren färben stark. Daher sollte man bei der Ernte und Verarbeitung Handschuhe tragen. Zum Ernten schneidet man die ganze Dolde vom Strauch ab. Die frischen Beeren verarbeitet man rasch. Man muss sie immer gut waschen und anschließend kochen. Roh darf man die Beeren des Holunder nicht verzehren!

Holunderbeeren
Holunderbeeren – süße Früchte des Holunder

Tipp 1: Holundersaft – Saftige Herbstfrüchte

Aus Holunderblüten kann man einen herrlichen Holunderbeerensaft kochen. Die Beeren enthalten das leicht giftige Sambunigrin. Dieser Stoff zerfällt jedoch ab 77°C. Daher muss man die Beeren immer heiß aufkochen. Das Holundersaft Rezept ist einfach. 1kg Beeren mit 250ml Wasser in einem Topf aufkochen. Nach Geschmack 100 bis 200g Zucker unterrühren. 15 bis 20 Minuten köcheln lassen. Durch ein feines Sieb oder durch ein Tuch abseihen. Fertig ist der Holundersaft.

Tipp 2: Holundergelee selber machen – Süßer Aufstrich aus Wildfrüchten

Ein Holundergelee bereitet man aus dem Holundersaft. Saft und Gelee sollen niemals Kerne oder Stielteile beinhalten, da diese schwer verdaulich sein können. Daher immer gut abseihen! Für das Holunder Gelee kocht man 1L Saft auf. Dann gibt man 500g Gelierzucker 3:1 dazu. Verrühren ohne das sich Schaum bildet. In Einmachgläser füllen. Verschließen dann auskühlen lassen. Fertig ist das leckere, haltbare Holundergelee.

Tipp 3: Holunderblütentee selber machen – Saftige Herbstfrüchte die Freude machen

Die Blüten Dolden das Holunder kann man abschneiden und trocknen. Das geht gut indem man die Dolden auf einer Schnur in der Sonne aufhängt. Aber auch im Dörrgerät kann man die Blüten des Holunder gut trocknen dörren. Die trockenen Holunderblüten eignen sich gut für einen Holundertee. Dazu zwei Teelöffel getrocknete Holunderblüten mit 200ml heißem Wasser aufgießen und 6 Minuten ziehen lassen. Fertig ist der Holunderblütentee.

Das Beste zum Schluss – Genießen

Holunder in all seiner Vielseitigkeit schaut nicht nur gut aus, er schmeckt auch in vielen Varianten. Am liebsten mögen wir ihn als fruchtig, frisches Brombeer-Holundergelee. Aber auch als Tee ist Holunder immer ein ein Genuss.

Viel Spaß mit dem Holunder wünscht euch das Selbstversorgerland!
Produkt-Tipps: Heimische Wildfrüchte

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