Maronen – Wildwachsende Esskastanien mit Tradition

Die Esskastanie (lat.Castanea sativa), ist auch bekannt als Edelkastanie oder Maronen. Regional aber auch bekannt als Ketschen, Keschde, Chataignes und Maroni. Sie stammt ursprünglich aus den Ländern rund um das Mittelmeer. Heute jedoch ist sie auch nördlich der Alpen kultiviert.

Maronen – Viel mehr als nur Esskastanien

In Deutschland gedeihen Bäume der Esskastanie, die man gern auch Brotbaum nennt, im Bereich das Schwarzwaldes. Doch auch in der Pfalz, dem Taunus sowie dem Odenwald. Aber auch am Oberrhein sowie am unteren Main, an Nahe, Saar und Mosel. Die Marone war vom Mittelalter bis Ende des 19. Jahrhunderts das Brot der armen Leute. In einer Zeit in der weder Kartoffeln noch Mais oder ertragreicher Weizen in Europa verbreitet waren. Sie waren vor allem in den Bergregionen im Winter die primäre Nahrungsquelle und eine außerordentlich gesunde noch dazu.

Maronen – Maroni von bester Qualität

Wer kennt keine heißen Maronen, wenn auch nur dem Namen nach? Aber was sind Maronen? Was unterscheidet die Maroni (wie man sie in der Schweiz nennt) von Edel- oder Esskastanien? Wenn man es genau nimmt nichts. In Italien werden die besten essbaren Kastanien mit den größten und makellosesten Kastanien Nüssen als Maroni bezeichnet. Die Franzosen nennen Edelkastanien dann Maroni, wenn sie keine Samenhaut enthalten und nur sehr wenige Früchte gespalten sind. Der Einfachheit halber verständigen wir uns darauf, das man essbare Kastanien von besonders guter Qualität Maronen oder auch Maroni nennt.
Maronen

Esskastanien – Gesund, gesünder, Maroni

Was ihne allen gemein ist, ist das man sie zu einem Gluten freien Mehl verarbeiten kann. Es eignet sich außerordentlich gut zum Backen. Es enthält sehr viel Stärke, Niacin, Linolensäure und Kalium. Die Früchte der Kastanie unterschieden sich durch zwei wesentliche Dinge von allen anderen Nüssen. Die Maroni enthalten im frischen Zustand viel Wasser, wenig Fett und sehr viel Kohlenhydrate. Das macht sie süß und gesund, leider aber auch schlecht lagerfähig. Daher isst man sie meist frisch. Aber auch getrocknet und zu Mehl verarbeitet, welches man rasch zu Brot oder Kuchen verbacken kann.

Maroni – Frisch getrocknet oder als Mehl

Aber natürlich muss man die Maronen nicht zu Mehl verarbeiten. Denn sie passt auch ganz hervorragend als Beilage zu Wild. Man kann sie aber auch als bekannte heiße Maronen rösten. Weniger bekannt ist, dass sie sich ganz hervorragend für eine Maronen-Suppe eignen. Zudem kann man sie auch zu einem sehr schmackhaften Maronen Püree verarbeiten.
Eben diese Vielseitigkeit hat die Marone zum „Brotbaum“ gemacht. Wegen ihrer vielfältigen Verwendbarkeit in der Küche, war sie lange Zeit ein Grundnahrungsmittel. Alles Gründe, die für uns für eine Renaissance der Esskastanie sprechen.

Maronen – Das Wichtigste auf einen Blick

  • Maronen werden im Herbst ab Ende September bis in den Winter Anfang Dezember von Baum gepflückt. Man kann aber auch die herabgefallenen, unversehrten Früchte vom Boden aufsammeln.
  • Maroni sind nicht gut lagerfähig. Die Lagerfähigkeit lässt sich enorm verbessern, indem man sie geschält über 24 Stunden in kaltem Wasser eingeweicht. Sie werden dann erst im Anschluss an das Wässern sehr gut durch trocknet.
  • Man kann sie vor der weiteren Verarbeitung an der relativ weichen Oberseite kreuzförmig einritzen und vorkochen. Anschließend lassen sie sich leichter von der Schale befreien.
  • Das Kochwasser der Maronen sehr aromatisch und eignet sich hervorragend als Basis für eine Maronensuppe.
  • Werden Maroni im Ofen zubereitet sollten die Schalen der Nüsse vorher mit einem sehr scharfen Messer eingeritzt werden. Das erleichtert später das Schälen.Esskastanien schälen
  • Die Marone ist eine sehr beliebte Zutat für diverse Weihnachtsmenüs und Advent-Gerichte.

Tipp 1: Maronen – Kalorienarme Früchte des heimischen Waldes

Maronen kommen nicht überall vor. Dort wo es sie gibt (in Deutschland grob gesagt vorwiegend im Südwesten) wachsen sie auch wild. Bäume der Esskastanie bieten sich natürlich an um die gesunden und kalorienarmen Früchte des Waldes selbst zu sammeln. Aber auch wenn es in eurer Region keine wilden Marone gibt, muss man auf diese gesunde heimische Brotfrucht nicht verzichten. Auf Wochen- und in Bio-Märkten werden sie im Herbst und Winter regelmäßig angeboten.

Tipp 2: Maronen – Multitalente vom heimischen Baum

Nur wenige wildwachsende Früchte sind so vielseitig und ergiebig wie die Maronen. Sie eignet sich für diverse Gerichte. Von der Suppe, über die Beilage, als Füllung für die Weihnachtlichsgans, als süße Basis im Dessert. Aber auch als Zutat eines leckeren Kuchens. Daher und weil sie außergewöhnlich kalorienarm und gesund ist darf diese heimische Nuss aus unserer Sicht nicht in Vergessenheit geraten.

Viel Spaß beim Wiederentdecken der Maronen wünscht euch das Selbstversorgerland!
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2 Kommentare

  1. Toller Artikel. Ich mag Maronen sehr und werde es heute Abend für die Familie vorbereiten. Wünsche frohe Weihnachten.

    Lg Sina

    1. Danke Sina.
      Wir hoffen euch haben die Maroni geschmeckt und wünschen ein frohes neues Jahr!

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