Dill anbauen

Dill anbauen – Beliebtes aromatisches Küchengewürz

Dill anbauen kann man so gut wie überall. Der Dill (lat. Anethum graveolens), auch Gurkenkraut genannt, ist eines der beliebtesten Kräuter. Man verwendet es frisch sowie getrocknet in der Küche.

Dill anbauen – Würzige Augenweide

Einmal jährlich im Sommer wächst die Dillpflanze zu einer bis zu 120 cm hohen stark duftenden Krautpflanze heran. Mit Ursprung in Vorderasien ist das Kraut mittlerweile weltweit verbreitet. Bei uns ist es allerdings selten wild-wachsend aufzufinden. Bei Verdauungsproblemen und gegen Mundgeruch galt die Dillpflanze sowie ihre Samen früher als Arznei- und Heilpflanze.

Dill anbauen – Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll
Ort: Garten, Balkon
Aussaat: Ende März
Freiland: April
Ernte: Mai- Oktober

Dill anbauen – Und nicht nur zu Fisch genießen

Für Gurken-Zubereitungen sowie für Fischgerichte ist Dill ein klassisches Gewürz. Das auch Gurkenkraut genannte Kraut schmeckt aber auch wunderbar in Salaten, Suppen und Aufläufen. Bei der Verwendung von Dill ist allerdings zu beachten, dass das Kraut ein sehr aromatisches Gewürz ist. Es ist so intensiv das es kaum geschmackliche Konkurrenz zulässt. Darum lässt sich Dillkraut vor allem mit einfachen Aromen wie der Zwiebel, dem Knoblauch, dem Schnittlauch oder der Petersilie kombinieren.

Bewährte Sorten zum Dill Anbauen:
Mammut (sehr würzig, guter Ertrag)Goldkrone (Bio Sorte, gut zum Einlagen)Elephant (gutes Aroma, guter Ertrag)
Illustration Anethum graveolens (Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany)
Illustration Anethum graveolens (Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany)

Dill anbauen – Das Wichtigste auf einen Blick

Sonniger (windgeschützter) Standort
Nicht düngen
Keine Staunässe
  • Die Dillpflanze ist relativ anspruchslos. Man kann sie daher fast überall anbauen. Ob im Selbstversorger Garten oder als Topfpflanze auf Terrasse oder Balkon. Ein feuchter, warmer lockerer Boden mit hohem Humusanteil ist optimal. Viel wichtiger ist es Staunässe unbedingt zu vermeiden! Daher ist spezielle Kräutererde ideal.
  • Den Boden muss man nicht zusätzlich düngen, denn Dill ist eine sehr genügsame Pflanze.
  • Soll das Kraut als Topfpflanze wachsen, ist jedoch ein hoher Kübel empfehlenswert. Denn damit kann die Pflanze mit ihren Wurzeln in die Tiefe gehen.
  • Im Gewächshaus oder als Topfpflanze auf der Fensterbank kann man Dill ab März anziehen. Im Freiland sät man ab April. Junge Pflanzen muss man frei von Unkraut halten.
  • Das Vorziehen bringt keinen Vorteil, da die Jungpflanzen ein Umtopfen kaum vertragen.
  • Blattläuse befallen den Dill gern. Daher ist häufte Kontrolle und ggf. rasches Handeln erforderlich.
  • Am besten wächst Dill auf Kräutererde in einer Kräuterspirale, an einem sonnigen, vor Wind geschützten Ort.


Tipp 1:
Dill anbauen – Ausblühen lassen & selbst vermehren

Ab Juni bildet der Dill eine gelbe Doppeldolde. Diese sieht nicht nur schön aus, sondern bildet später die Samen. Dillsamen kann man natürlich auch als Gewürz verwenden. Sie sind wegen ihren ätherischen Ölen noch aromatischer als die Blätter. Aber vor allem kann man die Dill Samen für die Anzucht im nächsten Jahr sammeln. Die Samen sind reif, wenn sie sich braun-schwarz gefärbt haben und sich leicht aus der Dolde lösen lassen.

Tipp 2: Dill anbauen – Vier Jahre Pause

Dillkraut ist als Doldenblütler allerdings anfällig für einige Krankheiten und Schädlinge. Daher pausiert man im Gemüsebeet nach dem Anbau vier Jahre mit Doldenblütlern. Bei einer Topfkultur muss man die Erde austauschen.

Dill anbauen – Wunderschöner Doldenblütler

Dill Blütendolde
Schöne Blütendolden beim Dill anbauen

Tipp 3 : Dill anbauen – Ein toller Nachbar in Mischkultur

Dill anbauen eignet sichganz hervorragend um Schädlinge vom Gemüsebeet fernzuhalten! Er ist ein guter Nachbar für Erdbeeren, Kartoffeln, Hokkaido und Tomaten. Ebenso für Zucchini, Karotten, Radieschen, Kürbis, Weißkohl, Zwiebeln, Brokkoli, Rote Beete und Gurken. Aber auch als Nachbar von Fenchel, Steckrüben, Kopfsalat, Feldsalat, Spinat, Paprika, Rosenkohl, Staudensellerie, Blumenkohl, Aubergine und Kohlrabi eignet er sich! Rosmarin, Lavendel, Strauchbasilikum, Salbei, Basilikum, Petersilie und Lorbeer zieht Nützlinge an. Das macht blühende Kräuter zum den idealen Nachbarn von einem Insektenhotel.

Tipp 4: Dill anbauen – Ideales Gewürz zum Einmachen

Dillkraut ist ein wundervolles Kraut um andere Gemüse beim Haltbarmachen durch einkochen zu aromatisieren. Er eignet sich zudem gut zum Kürbis einkochen. Doch auch zum Einlegen von Bohnen sowie zum Salat aus Gurken ist er der ideale Begleiter.

Tipp 5: Dill anbauen – Vor dem schmierigen Vielfrass schützen

Nacktschnecken fressen gern Kräuter wie z.B Dill. In einer Nacht kann eine Pflanze leicht den Schnecken zum Opfer fallen. Daher ist der Schutz vor Schnecken durch einen Schneckenzaun und die Schnecken Bekämpfung absolut zu empfehlen! Für Pflanzen in Kübeln ist Kupferband rund um den Topf und Schnexagon sehr gut geeignet. Das Gemüsebeet schützt man effektiv mit einem Schneckenzaun und Schnexagon.

Das Beste zum Schluss: Die Ernte

Man erntet von Mai bis Oktober. Dafür nach Bedarf immer wieder die Spitzen oder junge Triebe abschneiden. Er schmeckt frisch geerntet in etwas Joghurt gerührt fabelhaft. Aber auch einfach auf einem Stück Weißbrot, Roggenbrot, Sonnenblumenbrot, Karottenbrot, Eiweißbrot, Kartoffelbrot oder Dinkelbrötchen mit Butter schmeckt Dill herrlich.

Viel Spaß beim Dill Anbauen wünscht euch das Selbstversorgerland! Bei Fragen und Anregungen freuen wir uns über deinen Kommentar.
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